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Revenge of the Warrior

Die Story erinnert stark an die von "Ong Bak", ein Martial-Arts-Werk aus Thailand, das vor eineinhalb Jahren den Kampfsport Muay Thai in unseren Breiten kinotauglich machte. Auch hier verschlägt es einen Dorfbewohner in eine sündige Großstadt, wo er die Unterwelt gehörig aufmischt. Diesmal heißt der Held Kham. Er fahndet nach einem heiligen Elefanten, der samt Sprössling von Wilderern gekidnappt wurde. Die Spur führt nach Sydney in ein Spezialitätenrestaurant. Dort haut man nicht nur exotische Tiere in die Pfanne - das Wirtshaus entpuppt sich auch in anderen Bereichen als Hort des Bösen und wird zum Schauplatz einiger denkwürdiger Kloppereien.



Die Schauspieler: Wieder turnt Tony Jaa, der als legitimer Nachfolger der Martial-Arts-Ikonen Bruce Lee und Jackie Chan gehandelt wird, ohne Seil akrobatisch durchs Geschehen. Respekt gebührt ihm mehr für seine Kampf- als für seine Schauspielkunst. Leid tun können einem die zahllosen Stuntmen, die sich dem Helden auf dem Weg zum Elefanten in den Weg stellen. Blaue Flecken sind noch die mindesten Blessuren, die sie davongetragen haben dürften.



Der Regisseur Prachya Pinkaew und der Choreograf Panna Rithikrai, beide in denselben Funktionen auch an "Ong Bak" beteiligt, haben ordentliche Arbeit geleistet. Jedenfalls gemessen an den Anforderungen des Genres. Die (gelegentlich ausufernden) Kampfsequenzen sind virtuos in Szene gesetzt und mit dem Krach knackender Knochen akustisch eindrucksvoll unterlegt. Sie wirken jedoch nicht mehr so roh und unmittelbar wie im Vorgängerfilm. Zu spüren ist auch das Bemühen der Drehbuchautoren um eine relativ komplexe Geschichte. Oft weiß man hier allerdings nicht, wer was warum gerade tut. Das ist wohl darauf zurückzuführen, dass aus der thailändischen Fassung für den deutschen Markt etwa 20 Minuten Filmmaterial auf äußerst ungeschickte Weise herausgeschnitten wurden.



Fazit: Deftige Knochenbrecherei, die an einer verstümmelten Story krankt.

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Datum:  6.7.2006
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