Die Story: Eine geheime internationale Elitetruppe namens "G.I. Joe" kämpft gegen die mächtige, böse Organisation "Cobra", die die Welt beherrschen will. Dabei geht ganz viel kaputt.
Die Schauspieler: Das permanente Effektgewitter lässt die Darsteller ziemlich im Regen stehen: Minimal-Mimik-Meister Dennis Quaid muss als "G.I. Joe"-Anführer Hawk im Prinzip nur seine Mütze schneidig zurechtrücken und bissige Befehle bellen. Channing Tatum bleibt als "G.I. Joe"-Jungspund Duke so blass wie Barbies Ken. Auf der Seite der Fieslinge macht Sienna Miller als durchtriebene Baroness buchstäblich eine glänzende Figur - in einem knallengen Latex-Dress mit steilem Dekolleté und Mörder-Stilettos.
Der Regisseur: Großprojektleiter Stephen Sommers, der schon mit "Die Mumie" viel Staub aufgewirbelt und "Van Helsing" in den Sand gesetzt hat, schickt wandelnde Stereotypen mit futuristischen Flugmaschinen und High-Tech-Waffen in den Kampf. Die dürftige Story und die dümmlichen Dialoge dienen ihm nur als dünner Tarnmantel für eine monströse, martialische Materialschlacht: Das gigantische Waffenarsenal zermalmt auch den letzten Rest an Logik. Wer sein Hirn ausschalten kann, wird indes gut bedient. Höhepunkt der bombastischen Krawumm-Orgie ist eine spektakuläre, in Prag gefilmte Hetzjagd durch Paris, bei der schließlich sogar der Eiffelturm pulverisiert wird. Der endlos lange Unterwasser-Showdown ist dagegen enttäuschend einfallslos geraten. Nach dieser Hier-rein-und-da-wieder-raus-Unterhaltung warten wir nun schon auf den ersten Barbie-Puppen-Spielfilm ...
Fazit: Mit zahllosen Computereffekten aufgemotztes, aufgeblasenes, atemberaubendes Abrissbirnen-Action-Abenteuer.