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70 Euro für die erste Stunde mit Getränken und Snacks: Flatrate für Sex-Partys

Das Angebot klingt vielversprechend: "Wir sind vier Girls, die sich um dein Wohl kümmern. Du kannst dich unlimitiert vergnügen. Mehr Sex geht in Hamburg nachweislich nicht." Nicci und ihre Flatrate-Huren veranstalten Sex-Partys zum Festpreis. Ein einträgliches Geschäft trotz allgemeiner Flaute im Rotlichtgewerbe.



Unscheinbar sieht es aus, das "Schlaraffenkino". Ein weißes Eckhaus an der Henriettenstraße in Eimsbüttel, einer gutbürgerlichen Wohngegend. Sieben Stufen führen hinunter zur Souterrainwohnung. Eine kleine Kamera filmt jeden Besucher. Eine Klingel mit der Aufschrift "Verein für Videofreunde" verschafft Eintritt.



Hinter der Tür wartet Nicci, Kino-Inhaberin und Gastgeberin der Sex-Party. In einem Nebenzimmer entrichten die Gäste den Eintritt: 70 Euro für die erste Stunde, jede weitere 30 Euro. Getränke und Snacks inklusive. Jeder Besucher bekommt einen Bademantel, ein Handtuch und ein Schließfach. Dann geht's los.



Neuen Gästen zeigt Nicci zuerst die Räumlichkeiten: Ein Kino, zwei Einzelzimmer, zwei Toiletten, zwei Duschen, verteilt auf 84 Quadratmeter. Chefin Nicci sagt von sich, sie sei 40 Jahre alt. Heute schieben mit ihr Monja (30), Kim (34), Anja (38) Dienst. 14 Stunden lang, von 10 Uhr bis Mitternacht, jeden Mittwoch.



Sieben Männer, die meisten jenseits der 40, schlurfen in Adiletten und Bademänteln durch die Flure. Ihr Ziel ist das Kino, das Zentrum der Party. Karge Holzbänke säumen die Wände. Von dort aus bietet sich eine uneingeschränkte Sicht auf und in die weibliche Anatomie: Auf der Leinwand flimmern einschlägige Filme, parallel kümmert sich eine Prostituierte mit ihrem Mund um einen der Freier. Die anderen gucken zu. Wer will, macht mit. Die Türen bleiben offen. Sich zu zweit zurückzuziehen ist unerwünscht. Beobachten und beobachtet werden - alte Sex-Party-Regel. Den Gästen gefällt's. Ein Endvierziger, der anonym bleiben möchte, schätzt die Ungezwungenheit der Veranstaltung: "Man hat hier nicht den Druck, selbst aktiv zu werden. Man kann - muss aber nicht. Das ist der große Unterschied zu normalen Puffs." Die meisten Kunden kommen in der Mittagspause vorbei. Nicci: "Das ist unsere Rushhour. Abends hätten die meisten Männer zu Hause zu großen Erklärungsbedarf."



Nicci, nach eigener Aussage "hemmungslos nymphoman", preist ihre Veranstaltung: "Wir bieten kein stumpfes Massenevent. Jeder macht das, wozu er Lust hat. Wir setzen auf die Gruppendynamik." Die Idee zum kommerziellen Gruppensex kam Nicci schon vor fünf Jahren: "Swinger-Partys wurden mir irgendwann zu langweilig. Oft war ich die einzige Frau. Da hab' ich mit meinen eigenen Partys angefangen."



Über einen Mangel an Freiern können sich die Flatrate-Huren aus Eimsbüttel auch in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht beklagen. Das Verhältnis zwischen Frauen und Männern beträgt etwa eins zu zwei. Wie viele Gäste sie genau pro Party hat, will Nicci aber nicht verraten. Nur so viel: "Keiner geht unbefriedigt."

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