Was war denn da bitte los? Von einer schweren sportlichen Krise der Freezers war in Krefeld nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Mit 5:0 (4:0, 1:0, 0:0) überrannten die Hamburger traurig watschelnde Pinguine.
Die zwölf Freezers-Fans unter den 2350 Zuschauern durften ihren Augen nicht trauen. Von Beginn an war ihr Team eine Klasse besser als der ersatzgeschwächte Gastgeber. Auf sechs Verletzte musste Krefeld verzichten, bei den Freezers fielen Paul Manning (Erkältung) und Jean-Marc Pelletier (Magen-Darm-Grippe) aus. Dafür gab Eis-Blitz Richie Mueller sein Comeback.
Das perfekte Signal zum Blitzstart. Ganze 78 Sekunden dauerte es, bis Kimmo Kuhta Krefelds Gurken-Goalie Scott Langkow den Puck durch die Schoner schob. Es war der Auftakt zum munteren Scheibenschießen. Selbst in Unterzahl dominierten die Freezers. Und trafen durch Elia Ostwald. Jason King senste einen Penalty an den Pfosten (17.).
François Fortier und Kuhta zielten genauer, schlossen das beste Freezers-Drittel der Saison ab. Danach wechselte Krefeld den Keeper. Auf dem Eis aber änderte sich nichts.
Die Freezers blieben hochkonzentriert, supercool und in allen Belangen überlegen. Fortier setzte noch einen drauf, zum höchsten Auswärtssieg der Vereinsgeschichte (6:0 in Iserlohn, 27. September 2002) fehlte nur ein Törchen. Zu den Play-off-Plätzen sind's noch sieben Punkte. Spielen die
Freezers so wie gestern, ist das Wunder doch noch möglich.