? MOPO: Kann man den Online-Wahlkampf in Deutschland mit der Vorlage von Barack Obama vergleichen?
! Brauckmann: Nein, das kann man nicht. Die Strukturen sind zu unterschiedlich. Die deutschen Parteien sind stärker in ihren Strukturen gefangen. Man konnte das nach den Landtagswahlen sehen - niemand wollte über Twitter Statements abgeben, alle sich erst mal in der Zentrale rückversichern.
? Kann es sich eine Partei heute noch leisten, das Internet zu ignorieren?
! "Dabei sein ist alles" - der Spruch gilt unbedingt. Aber alle Parteien sind auch auf einem guten Stand. Was die Grünen beim Design voraushaben, hat die FDP bei der Community und so weiter.
? Was raten Sie Parteien?
! Eine persönliche, emotionale Ansprache ist entscheidend. Beim Medium würde ich mich gar nicht so viel mit den Communities - Twitter oder Facebook - beschäftigen. Wichtig ist, Persönliches und Politisches zu verknüpfen. Das geht bei einem Blog gut. (rd)
Der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle erreicht mit seinen Büchern („Wenn das Schlachten vorbei ist“, 2012) ein Millionenpublikum. Der Mann hält wenig von den Menschen, auch weil die die Umwelt zerstören.