Das war riesig. Der HSV hat am 2. Spieltag der Champions League beim russischen Meister Medvedi (übersetzt: Bären) Chekhov mit 29:26 (15:11) gewonnen. Nach dem Zittersieg gegen den stärksten Konkurrenten haben die Hamburger jetzt den Gruppensieg vor Augen.
Der Krimi in der mit 3000 Zuschauern gefüllten Olimpojski-Arena beginnt schläfrig. Nach neun Minuten steht es gerade einmal 2:2. Bärenstark ist bis dahin nur Per Sandström, der mehrere leichte Ballverluste ausbügelt. Dann aber setzen Pascal Hens und Bertrand Gille den Russen-Käfig unter Beschuss. Der HSV setzt sich leicht ab. Bruno Souza trifft Sekunden nach seiner Einwechslung zum 10:7.
Vor allem die Deckung steht super. Chekhov findet nur über Rückraum-Ballermann Alexey Kamanin den Weg zum Tor.
Nach der Pause erhöht Hens sogar auf 17:11. Dann der Bruch. "Pino" Torgovanov und die Gille-Brüder wandern auf die Strafbank, Hans Lindberg verwirft einen Siebenmeter, der HSV kommt völlig aus dem Tritt, bleibt 13 Minuten torlos. Chekhov führt nach 44 Minuten 19:17.
Doch dank Kyung-Shin Yoon und Hens (mit acht Treffern bester Werfer) gelingt die erneute Wende.