Keine deutsche Großstadt hat so wenig Taxen wie Hamburg: Auf 517 Einwohner kommt ein Wagen (Berlin 491 Einwohner pro Wagen, München: 384). Und noch entscheidender: In keiner anderen Großstadt ist Taxifahren künftig teurer. Zum 1. August treten neue Tarife für die Hamburger Taxen in Kraft.
Insgesamt steigen die Preise um 5,9 Prozent. Dies hat der Senat bereits vorige Woche beschlossen (MOPO berichtete). Bitter für die Kunden: Bereits der Grundpreis, die "Einschaltgebühr" steigt kräftig an. Bisher lag sie mit 2,40 Euro bundesweit unschlagbar niedrig. Jetzt klettert sie auf 2,60 Euro. Und auch die weitere Abrechnung ändert sich: Zahlte der Kunde bisher für die ersten zehn Kilometer je 1,68 Euro, so muss er künftig von Kilometer eins bis vier 1,80 Euro berappen und für die Kilometer fünf bis zehn 1,69 Euro. Dies macht vor allem Kurzstrecken erheblich teurer (siehe auch Tabelle rechts). Ab dem elften Kilometer müssen Fahrgäste weiterhin 1,28 Euro zahlen. Das Wartegeld pro Stunde erhöht sich von momentan 24 Euro auf dann 25 Euro.
Der Senat hebt die Tarife in Absprache mit Taxiunternehmern an. In der Branche stoßen die neuen Tarife durchaus auf Skepsis (siehe oben). Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) begründet den Preisanstieg als "notwendigen Ausgleich für gestiegene Kosten", der aber "Spielraum für weitere Qualitätsverbesserungen" gebe.
Dass Hamburgs Taxen im Preisvergleich künftig noch schlechter abschneiden, relativiert der Senat: Immerhin sei es gelungen, verkehrsbedingte Wartezeiten, beispielsweise an Ampeln, bis zu einer Minute kostenfrei zu halten - diese Zeitspanne sei in anderen Städten sehr viel kürzer, was den tatsächlichen Fahrpreis dort in die Höhe treiben könnte.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?