10 JAHRE HAFENCITY
10 HafenCity-Vorurteile im Fakten-Check
Kinderfeindlich?
Etwa zwölf Prozent der Haushalte haben Kinder. In der Neustadt sind es elf und in Hoheluft 13 Prozent. Die meisten Kinder in der HafenCity sind unter sechs Jahre alt. Das wird als Indiz gewertet, dass viele Paare in die HafenCity ziehen mit dem Wunsch, eine Familie zu gründen. Eine Grundschule ist eröffnet, eine weiterführende Schule und eine Primarschule sind geplant.
Zu viele Singles?
Der Anteil an Ein-Personen-Haushalten beträgt 36 Prozent. Zum Vergleich: In Gesamt-Hamburg sind es 52 Prozent. Aktuell leben etwa 1500 Menschen in der HafenCity.
Zu viele Büros?
Laut HafenCity-Chef Jürgen Bruns-Berentelg ist die Nachfrage trotz Wirtschaftskrise „extrem hoch“. Allerdings gibt es erste Planungen, in einzelne Bürogebäude jetz lieber Wohnungen zu bauen.
Ein toter Stadtteil?
Wenn die HafenCity im Jahr 2025 fertig ist, soll es hier mehr als 5500 Wohnungen und gut 40000 Arbeitsplätze geben. Viele Menschen werden zu Fuß zum Büro laufen können.
Schlecht erreichbar?
Die U-Bahn ist im Bau.Die Wege zwischen Altstadt und HafenCity sind eher mangelhaft. Aktuell wird an der Fußgänger-Achse Jungfernstieg-Bergstraße-Brandstwiete-Speicherstadt gearbeitet. Anja Hayduk räumte gestern ein, dass die Willy-Brandt-Straße eine „städtebauliche Wunde ist, die sich Hamburg zugefügt hat“. Eine Trennlinie zur HafenCity.
Keine Parkplätze
Stimmt. Das Speicherstadt-Parkhaus hat nur 250 Plätze. Bis 2013 sollen etwa 2000 weitere Plätze in Tiefgaragen fertig sein. Doch dann wird auch die 500 Millionen Euro teure Elbphilharmonie eröffnet. Bei Konzerten droht hier, auch durch die engen Anfahrtsstraßen, ein Verkehrschaos.
Zu wenig Grün?
Stimmt. Man sieht kaum eine Baum im neuen Stadtteil. Doch die Planungen für den Lohsepark im Herzen der HafenCity sind in der Endphase. 37 Prozent der HafenCity-Flächen werden öffentlich nutzbar sein.
Flop Überseequartier?
Jürgen Bruns-Berentelg dementiert: Das Herz der HafenCity mit riesigen Büroflächen und Einzelhandel sei „außerordentlich erfolgreich“.
Fehlen Highlights?
Living Bridge und Science-Center kommen nicht. Bisher gibt’s nur die Elbphilharmonie.
Nur für Reiche?
Die Mieten der 875 fertiggestellten Wohnungen beginnen bei 9,50 Euro/Quadratmeter für Genossenschaftswohnungen. Das entspricht dem Neubau-Niveau in anderen Stadtteilen. Doch die meisten Wohnungen, die hier angeboten werden, kosten mehr als 16 Euro/m2. Im östlichen Teil der HafenCity werden jetzt die ersten 70 Sozialwohnungen gebaut. Die Miete liegt hier bei 5,70 Euro/m2. Eigentumswohnungen kosten in der HafenCity zwischen 2850 und 10000 Euro den Quadratmeter.
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Tristes Büro-Viertel am Wasser oder lebendige Erweiterung der Innenstadt? An der HafenCity scheiden sich die Geister. Vor zehn Jahren wurde das Jahrhundert-Projekt vom Senat beschlossen. Anlass für Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) gestern eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Rundgang durch die HafenCity
Bildergalerie ( 17 Bilder )
Rundgang durch die HafenCity
Im Bau: der Marco-Polo-Tower. Wohnungen kosten hier bis zu sieben Millionen Euro.
Foto: hfr
Zwei architektonische Besonderheiten: Das Unilever-Haus (vorne) steht im Quartier Strandkai neben dem Marco-Polo-Tower (im Hintergrund).
Das bedeuten die verschiedenen Farben:
rot: Fertig oder im Bau
orange: Anhandgabe an Invstor oder laufender Architektenwettbewerb
gelb: Ausschreibung
grün: Diese Flächen werden zur Bauplanung vorbereitet
Foto: hfr
Hamburgs neues Wahrzeichen: die noch im Bau befindliche Elbphilharmonie.
Foto: dpa
Brian Johns (36), ein Mitarbeiter von Harbour Tobacco, freut sich.
Foto: Florian Quandt
Die Terrasse des neuen Betriebsrestaurants der neuen Unilever-Zentrale.
Foto: hfr
Auch eine Schule hat der neue Stadtteil: die Katharinenschule.
Foto: hfr
Bei der Eröffnung der neuen Katharinenschule herrschte großer Andrang.
Foto: hfr
Die neue Haltestelle der U4: Das Überseequartier
Foto: hfr
Die Haltestelle HafenCity-Universtiät der neuen Linie U4 ist ebenfalls noch im Bau.
Die Eröffnung des Prototypenmuseums in der HafenCity.
Foto: hfr
In diversen Restaurants kann man beim Essen den schönen Hafenblick genießen. Hier bei Ssala Thai.
Foto: Volker Schimkus
In diversen Restaurants kann man beim Essen den schönen Hafenblick genießen. Hier im Bistro Kaisers Perle.
Foto: Volker Schimkus
So soll der neue Boulevard der HafenCity aussehen.
Foto: hfr
Spaziergang durch die HafenCity.
Foto: hfr
So soll der Ausgang der U-Bahnstation Baumwall später aussehen. Im Hintergrund leuchtet die Elbphilharmonie.
Foto: hfr
Urbanes Leben mitten im fertiggestellten Teil der HafenCity.
Foto:
hfr
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Die neue HafenCity von oben
Bildergalerie ( 6 Bilder )
Die neue HafenCity von oben
Blick auf die Jahrhundertbaustelle der HafenCity.
Foto: Florian Quandt
Blick auf die Jahrhundertbaustelle der HafenCity.
Foto: Florian Quandt
Blick auf die Jahrhundertbaustelle der HafenCity.
Foto: Florian Quandt
Blick auf die Jahrhundertbaustelle der HafenCity.
Foto: Florian Quandt
Blick auf die Jahrhundertbaustelle der HafenCity.
Foto: Florian Quandt
Die Baustelle der Elbphilharmonie.
Foto:
Florian Quandt
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