Puh, das war ein hartes Stück Arbeit! Nach 90 meist unansehnlichen Minuten gelang dem FC St. Pauli ein 1:0 (0:0) gegen TuS Koblenz - der erste Heimsieg in der 2. Liga. Die Kiez-Kicker pirschen sich Richtung Tabellenspitze - Platz sechs nach drei Spielen mit sechs Punkten, das ist doch was!
Die Partie ging vor 15117 Fans zumindest flott los. Koblenz' Traut traute sich, ballerte aus 30 Metern drauf. St. Paulis Keeper Borger war so perplex, dass er den Ball erst im Nachfassen unschädlich machen konnte (3.).
Das weckte die Kiez-Kicker. In derselben Minute knallte Brunnemann aus 20 Metern drüber. Sekunden später waren sich Koblenz-Torhüter Eilhoff und Rozic-Mavric uneins, brachten Brunnemann zu Fall - doch der Elferpfiff blieb aus (4.). Anschließend scheiterte Trojan mit einem 16-m-Schuss (5.), Schnitzler mit einem Kopfball (9.). Dann wurde es bei strahlendem Sonnenschein fußballerisch zappenduster. Als hätte jemand den Stecker rausgezogen. Eine knappe halbe Stunde ging fast gar nichts, die Fans wurden mit einem fürchterlichen Gestocher gequält. In dieser Phase wurde der gesperrte Spielmacher Takyi mit seinen genialen Einfällen brutal vermisst. Einzige Aufregung vor der Pause: Schultz flankte, Schnitzler hechtete, Keeper Eilhoff tauchte - das war's.
Die Braunen nach der Pause für einen Moment zielstrebig. Das wurde prompt belohnt. Einwurf Rothenbach, Kopfballverlängerung Boll, und Trojan nickte per Tiefflug zum 1:0 ein (57.).
Anschließend plätscherte die Partie vor sich hin, vor den Toren tat sich wenig bis gar nichts. Eine Minute vor Abpfiff dann aber dies: Morena holte Langen von den Beinen. Eigentlich ein klarer Elfer, doch Schiri Welz pfiff Freistoß für St. Pauli wegen Balleinklemmens. Was für ein Dusel! Doch egal - die drei Punkte waren im Sack, Fans und Spieler konnten ausgiebig feiern.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?