Rund 50000 Menschen werden am Sonnabend das Düsseldorfer Stadion füllen, um der Titelverteidigung von Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko (33) gegen US-Pflichtherausforderer "Fast" Eddie Chambers (27) beizuwohnen.
Einer, der wenige Meter vom Ring entfernt besonders genau hinschauen wird, ist Fritz Sdunek (62), Trainer von Vitali Klitschko und ehemaliger Coach von Wladimir. Auch Chambers kennt der "Titelschmied" gut - und hat ihn in schlechter Erinnerung. In der MOPO analysiert Sdunek, wie gefährlich "Fast Eddie" dem K.o.-König Wladimir werden kann.
Chambers' Stärken: "Wie sein Spitzname "Fast" schon sagt, ist seine beste Waffe seine Schnelligkeit. Für einen Schwergewichtler hat er ungewöhnlich flinke Fäuste, kommt oft überfallartig und schlägt schnelle Serien. Das hat auch Sascha Dimitrenko, den ich damals trainiert habe, bei seiner Niederlage gegen Chambers in Hamburg erfahren müssen (am 4. Juli 2009, die Red.). Er hat gute Reflexe, kann ein bisschen was wegstecken, boxt mutig und geht auch mal Risiko."
Chambers' Schwächen: "Er ist nicht gerade der härteste Puncher, hat nur 18 von 35 Siegen durch K.o. erzielt. Das ist für einen Schwergewichtler der Weltspitze eine niedrige Quote. Mit einzelnen Treffern kann er Wladimir nicht gefährlich werden. Zudem ist Chambers mit 1,85 Metern relativ klein."
So muss Klitschko boxen: "Wladimir muss Chambers mit seiner linken Führhand auf Distanz halten und gleichzeitig Druck ausüben, um ihn gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Damit kann er dessen überfallartige Angriffe unterbinden."
Sduneks Prognose: "Ich erwarte einen temporeichen und interessanten Kampf. Chambers wird eine gute Figur machen, aber letztlich keine Chance haben. Wladimir wird ihn mit seiner linken Führhand schlagen. Sein Jab wird Chambers zermürben und auffressen. Ich tippe auf einen K.o.-Sieg von Wladimir zwischen der 9. und 12. Runde." Nils Weber
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