Von wegen Pilot, Tierärztin oder Lehrer - "Superstar werden ist heute unter Jugendlichen eine Berufsperspektive", sagt die Regisseurin Maria Magdalena Ludewig. Ein Phänomen, das durch die einschlägigen Fernsehshows "Topmodel", "Popstars", "Das Supertalent" und natürlich "DSDS" hinreichend dokumentiert ist. In ihrem neuen Stück "Stars United" geht sie den Sehnsüchten der hormonschleudernden Jahrgänge auf den Grund.
Für dieses Projekt hat sich die 27-Jährige selbst in die Höhle - oder Hölle - des Löwen gewagt: "Ich bin selbst zu den Castings gelaufen, um mir das anzuschauen. Ich habe sogar zwei Mal da gesungen, ohne dass ich singen könnte!" Außerdem hat sie dort undercover Flyer verteilt, so zum Mitmachen bei ihrem Theaterstück geworben.
Ihre Darsteller sind also aus dem richtigen Casting-Milieu gegriffen. Sie erzählen über sich und ihre Wünsche, ein Star zu werden. Wissen sie aber auch, dass sie bei diesem Projekt vermutlich nicht "entdeckt" werden? "Das ist die Frage - eine Bühne ist eine Bühne! Und auf dem Level, auf dem sie sind, ist jede Bühne eine attraktive Bühne."
Der hartnäckigste aller Castingshow-Aspiranten ist Menderes Bagci - er hat sich bei allen "DSDS"-Staffeln beworben, ist nie in die Endrunde gekommen und erwarb sich dadurch eine ganz eigene, recht traurige Bekanntheit.
Grundsätzlich, sagt Regisseurin Ludewig, sei sie wie alle Künstler gar nicht so weit entfernt von den Castingshow-Teilnehmern - mit einem entscheidenden Unterschied: "Ich habe die Möglichkeit, mich künstlerisch auszudrücken."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?