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»SCIENCE CENTER«

Hamburgs neues Hightech-Museum

Nun ist es offiziell. Das Planetarium bleibt im Stadtpark - und die HafenCity bekommt ein "Science Center" der Superlative. Zwar ohne Sternen-Tempel, dafür mit Kuppel-Filmtheater mit 360-Grad-Simulation. Gestern hat Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) die Pläne für den Bau im Überseequartier vorgestellt.



"Das ,Science Center' wird eine Attraktion, die in Deutschland einmalig ist", jubelte die Kultursenatorin. Das Konzept: Naturwissenschaftliches Mitmach-Museum plus Aquarium plus Wissenschaftstheater. Ursprünglich sollte das Planetarium vom Stadtpark in das Gebäude ziehen, aber es gab massive Protesten von Bezirk und Bevölkerung.



Die Pläne: Das "Science Center" wird ein Solitär mit Loch in der Mitte, es erstreckt sich über sieben Etagen. Unten kommt das Aquarium hin, oben das Wissenschaftstheater in Kugel-Form. Dazwischen erfahren die Besucher in zwölf Themengebieten alles über die Wunder dieser Welt.



Motto: Es soll angefasst, gespielt und gelernt werden. Themen sind zum Beispiel der Ursprung der Welt, Intelligenz und Naturgewalten. Hier könnte man beispielsweise einen Windkanal aufstellen, so dass die Besucher die Kraft eines Sturms erleben. Das Wissenschaftstheater geht den Weg weiter. In dem Kuppelsaal werden Filme über Natur und Wissenschaft gezeigt - in 360-Grad-Simulationen, zum Beispiel über das Entstehen von Erdbeben.



Das Theater wird in betrieblicher Einheit mit dem Sternentheater im Stadtpark geführt. Planetariums-Chef Thomas W. Kraupe zufrieden: "Das Wissenschaftstheater im ,Science Center' ermöglicht neue, vom klassischen Planetarium losgelöste Darstellungsformen. Die Einrichtungen ergänzen sich hervorragend."



Auch Leitung und Verwaltung des Planetariums ziehen in den Neubau. Das Sternentheater im Wasserturm soll sich künftig mehr auf die Astronomie beziehen. Außerdem geplant: Außengastronomie, neue Wegbeschilderung, mehr Parkplätze.



"Heute ist ein guter Tag für die Menschen, die sich für den Verbleib des Planetariums eingesetzt haben", so der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jenspeter Rosenfeldt. Jedoch: "Es muss ein Konzept für beide Standorte geben. Es darf zu keiner schleichenden Verlagerung kommen." Ähnlich sieht es Wilfried Maier (GAL): "Wenn das Planetarium bleibt, müssen auch die Gelder weiter fließen, sonst wird es ein Auslaufmodell."

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Datum:  13.10.2006
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