Wirbelnde Körper vor dem Altar: Im Rahmen der Reihe "Kreuzungen" unter der künstlerischen Leitung von Claus Bantzer feierte man in der St. Johannis-Kirche am Turmweg eine fleischliche Auferstehung der etwas anderen Art.
Tempo, De-One, Ziad und Swift Rock nennen sich die vier Breakdancer von Street Machine, die im hämmernden Rhythmus von Barry Künzels Schlagzeug einen akrobatischen Kampf gegen die Schwerkraft führen - und gewinnen. Locker, als sei es die natürliche Form ihrer Fortbewegung, überschlagen sich die Tänzer, kreisen, nur auf eine Hand gestützt, bäuch- und rücklings über dem Boden.
Echte Rhythmuskanonen sind auch die Musiker des Schlagwerk-Ensembles ElbtonalPercussion. Das komplizierte Gefüge ineinander greifender Rhythmen in Nigel Westlakes "Omphalo Centric Lecture" auf zwei Marimbaphonen ist ebenso mitreißend wie die wild an-schwellenden Wirbel auf japanischen Taiko-Trommeln, bis hin zu den sanft sphärischen Schwingungen, mit denen das Ensemble Bantzers Titelmusik aus dem Doris-Dörrie-Film "Paradies" in bezaubernden Klangfarben malt.
Bantzer selbst improvisiert an Klavier und Orgel, atmosphärisch dicht, mit kräftigen Bass-Patterns und fein austarierten Dissonanzen. Sein Konzept, verschiedene Stile und Ausdrucksformen miteinander zu verbinden, hat sich wieder bewährt. Nicht ohne Grund firmiert die Kirche am Turmweg im Volksmund unter dem heimlichen Namen "Sankt Bantzer". SÖREN INGWERSEN
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?