Thomas Straubhaar (48) ist als Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftinstituts (HWWI) einer der renommiertesten deutschen Wirtschaftswissenschaftler. Jetzt verübte eine "Revolutions-crew" einen üblen Brandanschlag auf den Professor.
Gegen 3 Uhr nachts schlichen sich die Täter zur Villa des Institutschefs in Reinbek, zogen den Mitsubishi Spacewagon der Familie aus dem Carport und steckten ihn an. Dann warfen sie Farbbeutel und Steine gegen die Fassade, entkamen unerkannt. Straubhaar war nicht daheim. In einem Bekennerbrief an die MOPO heißt es unter der Überschrift: "Auf zur revolutionären 1.-Mai-Demo", dass Straubhaar "Stichwortgeber und Wegweiser für Angriffe aufs Proletariat" sei. Er würde 1-Euro-Jobs feiern und für die Abschaffung des Kündigungsschutzes sein. Der Brief schließt mit der Parole: "Wir wollen alles." Die Täter bekennen sich auch zu einem Anschlag auf das Reihenhaus eines ARGE-Kontrolleurs (41) in Langenhorn.
Erst im Dezember und August 2005 hatte es ähnliche Brandanschläge auf die Autos des Chefs der Norddeutschen Affinerie, Werner Marnette, und des bekannten Werbers Holger Jung ("Jung von Matt") in Tostedt und Harvestehude gegeben. Auffällig: In allen Bekennerschreiben wurde mehrfach auf den G8-Gipfel 2007 im mecklenburgischen Heiligendamm Bezug genommen. Das ist ein Treffen der führenden Industrienationen. In der Bekennung zum Anschlag auf Straubhaar heißt es: "Die G8-Schweine planen soziale Angriffe gegen das Proletariat."
Der S-Klasse-Mercedes von Werner Marnette brennt vor seinem Haus in Tostedt lichterloh. Die Täter bezeichneten den "Affi-Boss" als "Ausbeuter"
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?