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"Recht auf Stadt": Großdemo für eine soziale Stadt



Künstler, Gewerkschaften, soziale Initiativen - sie alle haben sich zusammengeschlossen und wollen ein Zeichen setzen. Gegen 13 Uhr wird ein Aufzug unter dem Motto "Bewegung für St. Pauli - gegen die wachsende Stadt der Ausgrenzung" mit ca. 100 bis 200 Protestlern an der Bernhard-Nocht-Straße (St. Pauli) starten. Am Mittelweg (Rotherbaum) wollen sich diese Demonstranten mit denen des Aufzugs "Gegen ein Unternehmen Hamburg - für eine grundsätzlich andere, soziale und gerechte Stadt" vereinigen. Der Demozug soll dann über die Mönckebergstraße bis zum Ida-Ehre-Platz gehen. Weil die Route direkt durch die City allerdings von der Polizei verboten wurde, sollte gestern das Verwaltungsgericht entscheiden. Das Ergebnis stand bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch aus. Die Polizei rüstet sich unterdessen für einen Großeinsatz. Wie viele Beamte die Demo begleiten werden - dazu wollte sich gestern niemand äußern.



Die GAL begrüßt den Aufstand in der Stadt: "Wir finden diese Demonstration gut, weil die Stadt darüber spricht, wie in Zukunft das Gemeinwesen aussehen soll und welche Rolle Kreative dabei spielen können. Aber auch, wie man Verdrängung aus und Veränderung von Quartieren verhindern kann.", sagte GAL-Fraktionschef Jens Kerstan. Zum Verbot, die Demo durch die City zu führen, meint er: "Wir sind dafür, dass Demonstrationen an zentralen Stellen der Stadt stattfinden. Dafür streiten wir immer. Aber nicht die Politik entscheidet, sondern die dafür vorgesehenen Instanzen."

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