Stürmt die Bürotürme: Erstmals ruft ein breites Bündnis zu Bürobesetzungen auf! Denn während es quasi keine freien Wohnungen gibt und Mieten stetig steigen und Notunterkünfte aus allen Nähten platzen, stehen 1,2 Millionen Quadratmeter Geschäftsraum leer.
"Wie wäre es, wenn dieser Raum einfach genutzt wird?", fragen die Aktivisten von "Leerstand zu Wohnraum", einem Zusammenschluss von Initiativen, Stadtteilgruppen und Gewerkschaften. Platz für 40.000 Wohnungen käme so zusammen, sagt ein Bündnissprecher.
Damit die Polizei nicht in die Quere kommt, fordern die Initiativen "die Legalisierung von Besetzungen". Zudem soll die steuerrechtliche Begünstigung von Leerstand durch Abschreibungen abgeschafft werden.
Der Verwaltung des größtenteils leer stehenden "Astra-Turms" auf St. Pauli haben die Aktivisten bereits einen Besuch angekündigt - und am Freitag ein Wohnzimmer vor der Tür aufgebaut. "Wir würden hier sofort einziehen", so ein Aktivist. Für den 23. Oktober ist eine große Demo geplant.