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»JUNGENBEARBEITER«

Koalition will mehr für die Jungen tun

Sie bleiben öfter sitzen, machen schlechtere Schulabschlüsse und fallen im Unterricht gern mal als Ruhestörer auf. Jungen sind immer häufiger die Verlierer im Schulalltag. Lehrern fehlen noch Konzepte und Hilfestellungen, um mit dem vielschichtigen Problem fertig zu werden. Die schwarz-grüne Regierung will dieser Negativ-Entwicklung mit gezielten Maßnahmen für Jungen entgegenwirken.



So soll Hamburg einen eigenen "Jungenarbeiter" bekommen. Eine Stelle im Bereich der Jugendhilfe, die bestehende Projekte vernetzt, die Pädagogen berät und die dafür sorgt, dass es auch in der Ganztagsschule spezielle Angebote für Jungen gibt. "Wir müssen die geschlechtsspezifische Arbeit mit Jungen stärken", betont Christiane Blömeke, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion. "Es gibt in Hamburg bereits einzelne sehr gute Projekte speziell für Jungen, doch sie sind nicht gut genug vernetzt und müssen ausgeweitet werden." Es werde an vielen Stellen zu oft versucht, das Rad neu zu erfinden.



In einem Antrag an die Bürgerschaft fordern CDU und GAL nun neben einer Stelle für Jungenarbeit auch, dass Leitlinien für die geschlechtsspezifische Arbeit mit Jungen erarbeitet werden, vor allem für Ganztagsschulen. Zudem soll es eine neue behördenübergreifende Fachtagung zum Thema Jungen geben. Blömeke: "Schön wäre auch, wenn an Schulen Stunden für die spezielle Arbeit mit Jungen eingesetzt werden könnten."



Als einen Grund für die Probleme von Jungen sieht Blömeke widersprüchliche Rollenvorstellungen, die an die Jungs herangetragen werden. "Sie sind bei der Suche nach der eigenen männlichen Identität zunehmend verunsichert." Es gebe zu wenig Männer in Erzieherberufen. "Sie könnten Vorbilder sein."

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Datum:  8.4.2009
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