Verwinkelte Gassen, abblätternder Putz an den Fassaden der Häuser. Das Land Fidel Castros war Reinhard Kleists Herzensprojekt. Aber nicht, um zu fotografieren - Kleist reiste dorthin, um Kuba zu malen. Im März 2008 machte sich der 38-Jährige auf die Suche nach dem Mythos der Revolution. Kurz zuvor hatte er für seinen Johnny-Cash-Comic "I See A Darkness" diverse Preise abgeräumt.
Auf seinem Streifzug durch Havanna und das kubanische Hinterland sammelte der Berliner Impressionen, die er in dem beeindruckenden Comic "Havanna. Eine kubanische Reise" veröffentlicht. Schnelle Skizzen des kubanischen Alltags treffen auf farbenprächtige Bilder von Straßenzügen und Revolutionsgeschrei. Der Spagat zwischen purer Lebensfreude und Momentaufnahmen des real existierenden Sozialismus gelingt: Das Lichtermeer an der weltberühmten Uferpromenade Malecón und das pochende Lebensgefühl der Großstadt wechseln sich ab mit kritischen Betrachtungen zu Polizeistaat und Castro-Romantik. Ab heute ist dieses "Reisetagebuch" in der "Galerie Linda" zu sehen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?