"Meine Mama ist so komisch, die flippt ganz schnell aus." Zugegeben: (Paminas) Sprache und der Titel "Die Zauberflöte bin ich selbst" bedürfen ebenso der Gewöhnung wie der psychologische Hintergrund. Doch das mal außen vor gelassen - dem Il-Canto-Ensemble ist eine spannende und über weite Strecken kindgemäße Interpretation von Mozarts Oper gelungen, in herrlich fantasievollen Kostümen.
Dass dabei statt mehreren Dutzend Instrumentalisten mit Inga Kramer nur eine Pianistin die Musik macht, statt aufwendiger Requisiten allein wechselndes Licht fürs Bühnenbild sorgt: Ganz egal, reißt doch die Leidenschaft von Papageno und Tamino das junge Publikum mit. Und da in der Opern-Truppe - der Verein Il Canto fördert junge Sänger - Alette Hinrichs als aufbrausende Königin der Nacht und Lina Schlicht als kecke Papagena auch stimmlich Glanzlichter setzen können, kommt sogar immer wieder ein Hauch von großer Oper auf.