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DER TRAGISCHE SELBSTMORD VON ROBERT ENKE

Sollte die Nr. 1 bei der WM unbesetzt bleiben?

Robert Enke kann sie mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht registrieren. Diese immense Welle des Respekts und der Liebe, die dem ehemaligen Nationaltorhüter posthum zuteil wird, mag gleichwohl eine Hilfe sein. Zu allererst für seine Familie, die den Schmerz auf ganz irdische Weise ertragen muss. Vielleicht aber auch für ehemalige Mitspieler, Freunde und Fans, die nicht wissen, wohin mit der Trauer.



"Er wird immer unsere Nummer eins bleiben", sagten viele Besucher des Trauermarsches durch die Innenstadt Hannovers. Bei 96 und in der Nationalelf, zumindest bei der anstehenden WM - so die Meinung vieler Fußball-Fans in Deutschland.



In den Köpfen, in den Gedanken der Menschen ist die Sache klar. Und auf den Trikots? In Hannover wird die Nummer eins auf ewig Robert Enke gehören. Ein einzigartiger Vorgang in der Bundesliga, international eine gängige Art, verdienten Kickern angemessenen Respekt zu erweisen. Benfica Lissabon vergibt nach dem Herztod des ungarischen Stürmers Miklos Feher (2004) die 29 nicht mehr, beim FC Sevilla gibt es seit 2007 kein Trikot mehr mit der Nummer 16°- aus Respekt vor Antonio Puerta. Der Spanier war 22-jährig auf dem Fußballplatz zusammengebrochen.



Eine solche Geste setzt Sondergenehmigungen des jeweiligen Verbandes voraus - auf nationaler Ebene ist das kein Problem. Und in der Nationalelf? Eine Sache für die FIFA. Der Weltverband fordert die Durchnummerierung - beginnend mit 1. Sogar die Argentinier, die Maradonas 10 bei Nicht-FIFA-Spielen nicht vergeben, beugen sich bei Weltmeisterschaften der Satzung. Eine "Lex Enke" wäre also notwendig.

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Datum:  13.11.2009
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