Psychologische Betreuung spielt in der Bundesliga keine bedeutende Rolle. Nur Bayern München verfügt mit Ex-Profi Philipp Laux über einen fest angestellten Psychologen. 1899 Hoffenheim und der VfL Bochum arbeiten mit einem Psychologen auf Honorarbasis zusammen. Die Mehrzahl der Vereine aber verfügt über Kontakte zu professioneller Hilfe, die den Spielern bei Bedarf oder in Notfällen vermittelt wird. Der MOPO-Überblick:
Bayer Leverkusen: Kein Psychologe vorhanden, in naher Zukunft auch nicht vorgesehen.
Werder Bremen: Sollten Spieler Bedarf haben, werden ihnen entsprechende Angebote gemacht.
Hamburger SV: Arbeitet seit Jahren mit einem nicht angestellten Sportpsychologen zusammen. Die Spieler können ihn auf freiwilliger Basis kontaktieren.
Schalke 04: Äußert sich nicht zu dem Thema.
VfL Wolfsburg: Kein Psychologe angestellt, keine Alternativen bekannt.
FSV Mainz 05: Setzt voll auf die enge Zusammenarbeit der Spieler mit Trainer, Mannschaftsarzt und Betreuern.
1899 Hoffenheim: Vertraut seit 2006 auf den Nationalmannschaftspsychologen Hans-Dieter Hermann. Als Honorarkraft ist er oft beim Training und bei allen Spielen dabei.
Bayern München: Der frühere Torwart Philipp Laux ist als Sportpsychologe fest integriert.
Borussia Dortmund: Kein Psychologe im Team vorhanden.
Hannover 96: In der Vorbereitung stand Ex-Trainer Dieter Hecking Motivationsberater Peter Boltersdorf zur Seite. Seitdem keine Zusammenarbeit mehr.
Eintracht Frankfurt: Verzichtet bisher auf psychologische Betreuung. Unter Ex-Trainer Friedhelm Funkel wurde aber auf die Hilfe eines Mentaltrainers zurückgegriffen.
SC Freiburg: Arbeitet eng auf freier Basis mit einem Sportpsychologen zusammen.
1. FC Köln: Kein Psychologe. Sollte ein Spieler Bedarf anmelden, würde der Klub helfen.
Borussia Mönchengladbach: Wenn die Profis Hilfe benötigen, vermittelt einer der drei Mannschaftsärzte Kontakte zu einem Sportpsychologen.
VfB Stuttgart: Arbeitet mit einem Sportpsychologen zusammen. Sollte ein Spieler in dieser Richtung anfragen, vermittelt ihn der Verein an diesen Experten weiter.
1. FC Nürnberg: Kooperiert eng mit der Universitätsklinik Erlangen.
VfL Bochum: Arbeitet mit dem Sportpsychologen Thomas Graw auf Honorarbasis zusammen.
Hertha BSC Berlin: Lehnte eine Auskunft ab. Bekannt ist aber, dass die Hauptstädter vor geraumer Zeit einen Mentaltrainer angeheuert haben.