DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger fordert jetzt eine bedingungslose Aufarbeitung: "Der deutsche Fußball muss Antworten finden, warum junge Leistungssportler, die als Idole gelten, in solche Situationen kommen können. Wir wollen das Geschehene nicht oberflächlich aufarbeiten."
Dabei soll es aber nicht bleiben. Der DFB geht noch weiter. Es sind Pläne angedacht, ein Netzwerk von Vertrauensärzten aufzubauen, an die sich Profis bei psychologischen Problemen wenden können." Vor dem Länderspiel in Gelsenkirchen am Mittwoch soll dazu ein Arbeitskreis gegründet werden.
Dafür gibt es volle Unterstützung von den Bundesliga-Klubs. DFL-Boss Holger Hieronymus fordert: "Depressionen dürfen kein Tabu-Thema sein."
Hannovers Präsident Martin Kind: "Es gab den Fall Deisler, nun Enke. Wir müssen mit Fachleuten reden, wie künftig mit der Krankheit umgegangen werden könnte." Und 96-Manager Jörg Schmadtke sagt: "Die Tragödie gibt Anlass nachzudenken. Wir haben eine Aufgabe gestellt bekommen von Robert, über die sollten wir nachdenken."