Land unter an der Hafenkante. Magellan-Terrassen in der Hafencity, die Landungsbrücken und der Fischmarkt - die erste heftige Sturmflut der Saison hat Hamburg gestern nass erwischt. Es war die schwerste Sturmflut seit 17 Jahren - zum Glück blieb sie ohne schlimme Folgen.
Bereits zur Mittagszeit fuhr ein DLRG-Wagen durch die Speicherstadt. "HafenCity und Speicherstadt werden ab 14 Uhr geräumt. Bitte verlassen Sie das Gebiet." Im Minutentakt stieg das Wasser. Um 15.33 Uhr maß das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) 3,33 Meter über dem mittleren Hochwasser.
Der Sandtorkai (HafenCity) stand meterhoch unter Wasser. Die Dichtung eines Flutschutztores war kaputt. Anwohner und Angestellte verließen über die hohen Brücken die Häuser. Die Feuerwehr rückte vielerorts an und pumpte die Wassermassen ab.
Auch auf der Baustelle der U4. Dort stand in der 22 Meter tiefen Grube das Wasser zwei Meter hoch. An den Landungsbrücken versuchte das Technische Hilfswerk (THW) zu verhindern, dass das Gebäude mit dem Uhrenturm vollläuft.
55 Wagen mussten von der Feuerwehr abgeschleppt werden. Bei einigen Fahrzeugen ragte nur noch das Dach aus den Fluten. Zwei Männer wurden von den Wassermassen in ihren Autos eingeschlossen, konnten sich aber selbst befreien. "Insgesamt war das keine Sturmflut, die uns Angst macht", meinte Holger Poser vom Katastrophenschutz.
Am Containerterminal Burchardkai wurde der Umschlag an der Wasserseite vorübergehend eingestellt. Die Polder (private Flutschutzmauern) wurden geschlossen. Schuten rissen sich los, eine sank im Ellerholzhafen.
Bereits am Abend konnte man wieder trockenen Fußes am Hafen entlanggehen. Das heutige Morgenhochwasser (4.38 Uhr) sollte lediglich einen Meter über das mittlere Hochwasser steigen. "Es wird deutlich entspannter", sagte Heike Dreyer vom BSH.
Der Fischmarkt gestern Nachmittag. Die Elbe kroch die Hauswände hoch, die Fischauktionshalle war meterhoch umspült.
Wohl dem, der gestern weit weg vom Wasser parkte: 55 Wagen gingen gestern an der Hafenkante baden - nicht nur wie hier an der Großen Elbstraße.
Land unter in der Speicherstadt. Ampeln "soffen ab", Fußgänger bekamen nasse Füße.
Das braune Elbwasser steht schon fensterhoch. Doch der Mitarbeiter dieses Möbelgeschäfts an der Großen Elbstraße lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Die Fenster sind ja dicht...
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?