Disziplin, Regeln und Respekt. Beinahe gebetsmühlenartig wiederholt Christian Görisch die drei Worte bei der Vorstellung des Projektes "Box-Out" gestern an der Heinrich-Hertz-Gesamtschule in Winterhude. Der Initiator und Sportwissenschaftler ist sich sicher: "Was im Boxring gilt, gilt auch im Leben."
Ziel von "Box-Out" ist es, Schülern der sechsten und siebten Klassen den Abbau von Aggressionen beizubringen. Görisch: "Neben der Physis brauchen Boxer drei Dinge. Einen eisernen Willen, ein Kämpferherz und den Glauben an sich selbst. Genau das wollen wir auch den Kindern mitgeben."
Diese heroischen Tugenden sollen den 100 teilnehmenden Knirpsen in zwölf Einheiten á 90 Minuten vermittelt werden. Bevorzugt aufgenommen werden sozial benachteiligte Jungen und Mädchen. Gecoacht werden sie unter anderem von Box-Profis wie Khoren Gevor. Die Teilnahme ist kostenlos und freiwillig. Finanziert wird die 50000 Euro teure Aktion vom Boxstall Universum, dem Sportamt und Sponsoren. Neben der Heinrich-Hertz-Schule machen die drei Haupt- und Realschulen Luruper Hauptstraße, Sinstorf in Harburg und Slomanstieg auf der Veddel mit.
Aber warum soll den Schülern die Prügelei ausgerechnet durch das Boxen abtrainiert werden? "Speziell beim Boxen lernt man den fairen und respektvollen Umgang mit seinem Gegenüber", erklärt Görisch.
Aber nicht alle scheinen von dem Projekt restlos überzeugt zu sein. Gabriele Gunst, Klassenlehrerin der 6c: "Das Projekt an sich ist eine gute Sache. Aber es ist ein schmaler Grat zwischen Remmidemmi und Gewaltprävention. Es wird nicht einfach, den Kindern diesen Unterschied zu vermitteln."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?