Lange nicht mehr so köstlich amüsiert! Natürlich ist "Bastien und Bastienne" eigentlich nur ein kindliches Singspiel aus der Feder des zwölfjährigen Mozart. Doch im Forum der Musikhochschule wird daraus eine herrlich grelle TV-Kuppelshow stimmig bis hin zu den aus Originalmaterial komponierten Jingles für die Werbeblöcke (Regie: Tine Topsoe)!
Und natürlich geht es dem selbstverliebten Moderator (Andreas Heinemeyer) mehr um Quote als um das Kitten des zerbrochenen jungen Glücks. Claudia Rometsch und Andreas Preuß legen sich als Ex- und Wieder-Liebende Bastienne und Bastien glutvoll ins Mozart-Zeug allein das Hochschulorchester unter Georg Mikus offenbart ein paar Wackler zu viel.
Statt einer zweiten Amadeus-Petitesse gibt¹s nach der Pause Bernsteins Einakter "Trouble in Tahiti", den Sebastian Gruner im Düstern spielen lässt.
Schwere Psycho-Kost um das triste Innenleben eines US-Mittelklasse-Ehepaars: Miteinander geht's nicht mehr, aber ohne einander auch nicht.
Dafür geht sängerisch umso mehr, vor allem bei Aviva Piniane, die ihren Bühnen-Gatten Fabio Niehaus stimmlich auszählt. Wunderbar als schillernder Kontrast das Großstadt-Jazz-Trio, solide das Orchester unter Christoph Rolfes. "Ärger im Paradies" ist der Abend übertitelt solchen Ärger wünschte man sich öfter auf den hiesigen Opernbühnen!
(ff)
Musikhochschule: 27./28.2., 19.30 Uhr, 16/8 Euro, Tel. 44 02 98
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?