Die Einrichtung im "römischen Stil" ist fertig, in den Riesenpool muss nur noch Wasser eingelassen werden, und die drei Saunen warten darauf, angeheizt zu werden: Eigentlich kann das "Babylon", Hamburgs größtes Bordell, sofort eröffnet werden. Doch die Einweihungsparty wurde schon zwei Mal verschoben. Der Grund: akuter Huren-Mangel im Mega-Puff.
Mindestens 70 Frauen sollten ab 60 Euro ihre Liebesdienste anbieten. Doch nach MOPO-Informationen haben die Betreiber erst elf Prostituierte gefunden, die bereit sind, an die Süderstraße 236 zu wechseln. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.
Die Geschäfte im Rotlichtmilieu laufen zurzeit extrem schlecht. Viele Frauen scheuen deswegen das Risiko eines Wechsels in den Mega-Puff. Weil die Puff-Bosse wie Sadri "Albaner-Toni" L. (50) teilweise aus dem Umfeld des Osmani-Clans kommen, werden nach der Eröffnung verstärkte Behördenkontrollen im "Babylon" befürchtet. Aus diesem Grund können die "Babylon"-Bosse auch nur Prostituierte beschäftigen, die absolut "sauber" sind. Also Frauen, die angemeldet sind und ihre Einkünfte korrekt versteuern. Davon gibt es aber nicht allzu viele.
Eine 25-jährige Hure zur MOPO: "Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Freier das 'Babylon' stürmen, ich bleib lieber in meinem Wandsbeker
Appartement."