Während andere am Pool in der Sonne liegen, müssen sie vollen Einsatz zeigen und dafür sorgen, dass die Hotelgäste sich gut unterhalten fühlen: Animateure. Gerade bei jungen Menschen, die es nach der Schule ins Ausland zieht, ist diese Saisonbeschäftigung beliebt - verspricht sie doch ferne Länder, gutes Wetter und einen Hauch von Abenteuer. Reiseveranstalter wie TUI, Thomas Cook oder alltours suchen derzeit Allround-Talente für die kommende Saison.
Doch der Traumjob am Pool oder unter Palmen ist kein Zuckerschlecken. An sechs Tagen in der Woche arbeiten die Spaßmacher vom Dienst bis zu zwölf Stunden lang. Frank Peters vom Portal "animateure.de" schätzt, dass etwa 20000 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz pro Saison mit Animation ihr Geld verdienen. "Eine positive Ausstrahlung und eine gewisse Flexibilität sind Grundvoraussetzungen", sagt Peters. Denn es könne sein, dass man sich an einem Tag um die Kinder kümmern und am nächsten Tag als Moderator beweisen müsse. "Die Arbeit ist eben sehr abwechslungsreich."
Im Moment seien Animateure für Kinder besonders gefragt, sagt Peters. "Erfahrungen sind da hilfreich, aber man kann auch ohne Ausbildung zum Erzieher ein guter Kinderanimateur werden." Das Berufsportal "animateure.de" macht auf einige Punkte aufmerksam, die zukünftige Auslandsjobber beachten sollten, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Arbeitsvertrag: Er sollte immer schon vor dem Einsatz unterschrieben und auf Deutsch abgefasst sein.
Vergütung: Für Einsteiger sind Netto-Gehälter zwischen 500 und 900 Euro üblich. Außerdem sollte der Arbeitgeber den Hin- und Rückflug zahlen und vor Ort für Unterkunft und Verpflegung aufkommen.
Krankenversicherung: Sie darf auf keinen Fall fehlen. Am besten ist es, wenn der Arbeitgeber eine Versicherung abschließt, sonst den eigenen Versicherungsschutz prüfen.
Saisonvorbereitung: Bevor der Job im Ausland losgeht, werden die Bewerber in Gesprächen oder Castings ausgewählt und anschließend in Vorbereitungskursen geschult. Die Teilnahme sollte kostenlos sein.
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