Hinten einsteigen verboten! Der HVV macht im Kampf gegen Schwarzfahrer jetzt Ernst. Die Passagiere müssen ihre Fahrkarte künftig immer beim Busfahrer vorzeigen.
MOPO.DE klärt die wichtigsten Fragen.
Am 5. März tritt die Regelung auf fast allen Strecken in Kraft. Ausnahmen: die Metrobuslinien 4, 5 und 6. Hier müssen die Fahrgäste wie bisher nur werktags ab 21 Uhr sowie am Sonntag vorn einsteigen.
Weniger Schwarzfahrer und höhere Einnahmen. Auf den Versuchsstrecken sei die Zahl der Schwarzfahrer binnen weniger Monate um fast 75 Prozent gesunken. Sechs Millionen Euro soll der „Einstieg vorn“ nun jährlich in die Kasse spülen. „Wir sind zuversichtlich, dass es sogar noch deutlich mehr wird“, sagt HVV-Bereichsleiter Matthias Wiarda.
Nein, das schloss HVV-Chef Lutz Aigner aus. „Die Höhe der Ticketpreise hängt einzig von den Betriebskosten ab.“
In der Testphase von „Einstieg vorn“ beschwerten sich Passagiere über Drängeleien vor den Bussen. Der HVV räumt ein: An vollen Haltestellen wird es künftig länger dauern. Wenn weniger als zehn Fahrgäste an einer Haltestelle warten, könnten die Stopps schneller abgewickelt werden – weil sich ein- und aussteigende Fahrgäste an der hinteren Tür nicht mehr gegenseitig behindern.
Ja. Denn oft haben die Fahrer kaum Zeit für einen Blick auf die Fahrkarten. Nur die Kontrolleure dürfen Bußgelder ausstellen.
Nach einer HVV-Befragung halten 64 Prozent die Pflicht sinnvoll, für 22 Prozent halten sich Vor- und Nachteile die Waage – nur 13 Prozent sind dagegen. Unabhängige Umfragen gibt es noch nicht.
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