Hamburg ist eine Stadt der sozialen Unterschiede. Das zeigt sich erneut in der aktuellen Einkommens-Statistik. So ist derzeit jeder dritte Beschäftigte ein Besserverdiener und hat einen Stundenlohn von mehr als 23,30 Euro. Gleichzeitig erhält jeder Siebte nur Niedriglohn mit höchstens 10,36 Euro brutto.
4055 Euro brutto: So viel verdient der Durchschnitts-Hamburger, wenn er Vollzeit arbeitet. Davon bleiben ihm unterm Strich 2621 Euro netto. Frauen bekommen brutto 3210 Euro und haben netto dann 2024 Euro übrig.
Unterbezahlte Frauen: Sie arbeiten Vollzeit, haben am Monatsende aber 20 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen.
Ärzte verdienen am besten: Mediziner führen die Liste der bestbezahlten Arbeitnehmer an. Gefolgt von Bankern und Ingenieuren. Bei Ärzten ist das Verdienstgefälle zwischen Männern und Frauen besonders groß. Während die Männer 8003 Euro im Monat erhalten, sind es bei ihren Kolleginnen nur 5639 Euro. Aber auch Spediteure bekommen jeden Monat knapp 1000 Euro mehr als Spediteurinnen. Eine Vollzeit arbeitende Friseurin verdient weniger (1531 Euro) als ein ungelernter Hilfsarbeiter (1657 Euro).
Ungelernte arm dran: Egal wie die Leistungen im Job tatsächlich sind, wer keine Berufsbildung hat, bekommt deutlich weniger Lohn für seine Arbeit – im Schnitt sind es nur 58 Prozent von dem, was ein gelernter Kollege erhält.
Banker und Versicherer als gute Partie: Besonders gut verdienen in Hamburg die vielen Beschäftigten bei Banken und Versicherungen. Sie haben Jahreseinkommen von mehr als 63000 Euro. Aber bei Kommunikations-Technologie, Rundfunk, Zeitung, Musikverlagen wird noch besser bezahlt: 64326 Euro jährlich.
Netto mehr: Der Anteil des Nettogehalts am Gesamtlohn ist um 1,4 Prozent gestiegen. Alle Zahlen des Statistikamts beziehen sich auf das Jahr 2010. Neuere Zahlen gibt es nicht.
Nicole Adam (40), Krankenschwester aus Altona: „Ich komme gerade aus der Elternzeit und arbeite nun 30 Stunden in der Woche. Brutto verdiene ich ungefähr 2200 Euro. Gefühlt wird das Gehalt immer weniger und die Arbeit mehr.“
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