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Vermisster 11-Jähriger: Wende im Fall Jeremie: Seine Familie hält den Jungen versteckt

Der 11-jährige Jeremie
Der 11-jährige Jeremie
 Foto: dapd

Jetzt ist endgültig klar: Jeremie wird von seiner Familie versteckt! Das deutete am Dienstagabend der neue Jugendamtsleiter Peter Marquard (kam nach Chantals Tod ins Amt) vorm Jugendausschuss an. Das Amt verhandelt jetzt mit den Großeltern um die Herausgabe und Zukunft des Jungen.

Am Dienstagmittag hatte es einen Gerichtstermin mit den Großeltern gegeben. Dabei habe man sich laut Marquard darauf verständigt, "für die nächsten Tage ein Arrangement zu finden, dass Jeremie auuftaucht". Es gebe von der Familie "Signale", dass Jeremie Ärzten und Amtsvertretern gezeigt wird - allerdings nur, wenn vorher nicht festgelegt wird, wo der Junge in Zukunft leben wird. "Was dann passiert, können wir noch nicht sagen", so Marquard. "Eine einfache Lösung drängt sich nicht auf."

Marquard stellte zudem klar, dass der Zirkus Ende 2010 "sehr bewusst und ausdrücklich" ausgewählt wurde, um Jeremie zu betreuen. Die Großeltern waren damals einverstanden. Sie waren seine Pflegeeltern und nicht mit ihm klargekommen.

Zirkusmutter bekam 4600 Euro Gehalt

Derweil kommen immer weitere Details ans Licht, die die Kritik am Jugendamt Hamburg-Mitte nicht entkräften - ganz im Gegenteil: So wurde bekannt, dass die Zirkusmutter für die Betreuung von Jeremie monatlich 4.600 Euro erhielt - obwohl sie nicht als Erzieherin ausgebildet ist. Jeremie war Kinder Nummer 8, um das sie sich kümmerte - neben ihren sieben leiblichen Kindern.

"Das spricht nicht für eine besonders individuelle Betreuung", kritisierte Walter Scheuerl (CDU) am Dienstag im Jugendausschuss der Bürgerschaft. Jugendamtsleiter Marquard wand sich: "Wir hatten die fachlichen Qualitäten der Frau klar im Blick." Er bekräftigte: "Jeremie hat keine optimale, aber eine günstige Entwicklung gemacht." Das Amt habe alle drei Monate Berichte über die Entwicklung des Jungen erhalten.

Klar ist allerdings: Es gab keinerlei Regelbeschulung für Jeremie, weder in einer regulären Schule noch im Zirkus, durch einen Privatlehrer oder die Pflegemutter. Darüber hinaus hatten Sozialbehörde und Jugendamt keinen Ahnung, welche pädagogischen Leistungen Jeremie genau erhielt und was mit dem Geld, dass sie dem Neukircher Beziehungsverein überwies, genau gemacht wurde. Der Verein hatte Jeremie bei der Zirkusfamilie untergebracht. Uwe Riez, Leiter des Amtes für Familie in der Sozialbehörde: "Der Verein ist uns nicht rechnungslegungspflichtig."

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