Vorhang auf für das Wintermärchen! Dank des Dauerfrosts wächst der Eispanzer auf der Alster immer weiter – die Ersten stürmten bereits am Montag die Fläche zum Flanieren und Schlittschuhlaufen. Aber: Die Stadt warnt weiter vor Gefahren.
MOPO.DE klärt die wichtigsten Fragen.
An den dicksten Stellen wurden auf der Außenalster gestern Vormittag 18 Zentimeter Eis gemessen. Alle zwei Tage finden Probebohrungen statt.
Ein Großteil der Außenalster ist stark genug gefroren, um größere Menschengruppen auszuhalten. Doch eine Sprecherin der Umweltbehörde warnt: „Das Betreten ist gefährlich und geschieht auf eigene Gefahr.“ Wer einbricht, muss die Kosten für die Rettung selbst übernehmen.
In der Fahrrinne der Alsterschipper, in der Mitte der Außenalster, misst das Eis erst sechs Zentimeter. Hier kann es lebensgefährlich werden. Vor allem entlang des Ostufers zwischen dem Hotel Atlantic und dem Schwanenwik sollte dieser Bereich gemieden werden. Auch Brückenbereiche, Einlaufstellen und die Binnenalster sind tabu. Die Polizei versucht, Fußgänger von den gefährlichen Stellen fernzuhalten.
„Etwa vier Zentimeter sollten noch hinzukommen“, sagt Frank Böttcher, Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation.
Bis zum Wochenende gibt’s in der Nacht zweistellige Minusgrade. Tauwetter ist nicht in Sicht.
Voraussichtlich am Sonnabend. „Dann lässt die Kälte etwas nach, das Eis müsste aber bereits sehr stabil sein“, sagt Frank Böttcher. „Ein Restrisiko bleibt aber beim Betreten der Alster.“
Wohl eher nicht. Damit die Stadt auch Verkaufsstände auf der Alster erlaubt, muss die Eisschicht auf der gesamten Außenalster 20 Zentimeter dick sein – dieser Wert wird wahrscheinlich noch nicht erreicht. Dafür werden wohl entlang des Ufers, etwa an der Kennedybrücke, viele Stände öffnen.
Mit offizieller Genehmigung und Verkaufsständen durften die Hamburger zuletzt 1997 auf der Alster feiern. Damals strömten eine Million Menschen zum Alstereisvergnügen.
2010 wagten sich bis zu 35000 Hamburger gleichzeitig auf eigene Gefahr auf die zugefrorene Fläche. Das erste Alstereisvergnügen fand übrigens bereits 1687 statt.
Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!
So wird der Kiez-Abend ein Erfolg: MOPO.DE zeigt Ihnen zehn lustige Party-Anwendungen für das Smartphone.