Hamburgs U-Bahnen werden zu Riesenraupen – ohne Trennwände zwischen den einzelnen Wagen. Das wird ein ganz neues Fahrgefühl. Donnerstag traf der erste Zug mit Namen DT5 ein. Ab Sommer 2012 soll die neue U-Bahn in Edelstahloptik mit Fahrgästen durch die Stadt rollen.
Modernes Design, Fahrgastfernsehen, Klimaanlage, längs angeordnete Sitzplätze – und keine lästigen Trennungen zwischen den Wagen mehr. Die neuen, 40 Meter langen U-Bahnen sollen Komfort pur bieten.
Gestern wurde der erste Zug von einer Lok der Deutschen Bahn aus dem Werk in Salzgitter nach Hamburg gezogen. Am frühen Abend endete die Fahrt dann schließlich auf dem Hochbahn-Betriebsgelände in Barmbek.
Bevor die Hamburger in der Riesenraupe durch die Stadt fahren, dauert es aber noch. Ab Januar laufen Tests auf einem Versuchsgleis. Es folgen Bremstests oder Steigungsfahrten zwischen den Haltestellen Rathaus und Rödingsmarkt unter echten Bedingungen. Auch Videotechnik, Funk und Türfunktionen stehen auf dem Prüfstand. Das „intelligente Türschließsystem“ im DT5 soll über Lichtschranken ein unnötiges Offenstehen der Türen verhindern.
Läuft der Bau der nächsten Züge reibungslos, soll die DT5-Flotte mit den ersten 27 Fahrzeugen bis 2014 in Betrieb genommen werden. Soll. Bisher hakte es. Es kam zu Verzögerungen durch Konstruktions- und Fertigungsprobleme beim Herstellerkonsortium. Eigentlich sollte der erste Zug bereits Ende 2009 durch Hamburg rollen.
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