Besorgte Anwohner, alarmierte Bezirkspolitiker: Die Drogendealer in der Schanze gehen immer offensiver auf Passanten zu. Jetzt meldet sich ein Wirt zu Wort, der den Wandel seines Stadtteils mit großer Sorge betrachtet. Mit einem Wut-Brief hat er sich an das Bezirksamt Altona gerichtet, fordert: Ändert endlich was!
„Hier läuft etwas schief“, schreibt Oliver Hörr, Chef der Kneipe „Saal II“ an der Ecke Schulterblatt/Eifflerstraße. Er beginnt mit der Bilanz eines Wochenendes: „Dreimal Notruf gewählt, zwei zerstörte Schaukästen, vollgeschmierte Toiletten, ein Versuch, den Zigarettenautomat aufzubrechen.“ Hörr schreibt nicht nur über Drogendealer, die ihr Revier ausweiten, sondern auch über Betrunkene, die sein Personal bedrängen. „Meine Lust, den Saal II als Kulisse für dieses Spektakel zu stellen, ist begrenzt“, so der Wirt.
Speziell auf der Seite des Schulterblatts, auf der auch der Eingang zum Flora-Park liegt, gehe es von Jahr zu Jahr aggressiver und sexistischer zu, mit immer mehr Übergriffen. „Das Gegenteil von dem, was die Schanze mal ausgemacht hat“, sagt Hörr.
Seit September 2012 brüten Bezirkspolitiker, Polizei und Anwohner an einem Runden Tisch über Lösungsansätze. Ihr Ziel: Im Sommer soll zumindest der Flora-Park wieder für Familien mit Kindern attraktiv sein. Bislang sieht es nicht so aus.
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