Nach Tod von Sophie

Kein EHEC in Essen gefunden

Hier hält eine Laborantin in Hannover eine Schale mit EHEC-Kolonien auf Nährboden.
Hier hält eine Laborantin in Hannover eine Schale mit EHEC-Kolonien auf Nährboden.
Foto: dpa

Es ist noch immer nicht klar, wie sich das tote Mädchen mit EHEC infiziert hat.

In den 20 Lebensmittelproben (Käse, Wurst, Obst, Gemüse), die im Haushalt der Familie und in Lebensmittel-Geschäften vor Ort genommen wurden, wurde kein EHEC-Erreger gefunden. Das Hygiene-Institut untersuchte die Proben am Montag unter Hochdruck, konnte aber nichts finden. Nun soll eine zweite Fachmeinung eingeholt werden. Dazu schickt Hamburg die Proben an das nationale Referenzzentrum nach Berlin.

Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass das Kind sich bereits vor rund 20 Tagen angesteckt hat. Aus dieser Zeit gibt es aber  keine frischen Lebensmittel mehr im Haushalt der Familie, was es  schwer macht, den Übertragungsweg zu ermitteln. Eltern und Geschwister haben sich nicht mit EHEC infiziert. 

Eine weitere zentrale Frage ist noch nicht beantwortet: Handelt es sich womöglich um den gleichen aggressiven Erreger wie  2011?  Er war Antibiotika-resistent. Die Fachleute gehen bisher nicht davon aus, konkrete Ergebnisse liegen aber erst Ende der Woche vor. (san)

Die Fakten zum Todeskeim

Der Darmkeim Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) kann beim Menschen blutige Durchfallerkrankungen auslösen. Er stammt vor allem aus den Därmen von wiederkäuenden Tieren wie Rindern, Schafen oder Ziegen.

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Datum:  20.2.2012
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