Bis zu 20 Stunden vegetieren die Elefanten des „Circus Krone“ bei Ortswechseln eingepfercht in ihren Transportwagen. Das haben Tierschützer dokumentiert und Strafanzeige bei der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt.
Sieben Mal hat die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ während der aktuellen Krone-Tournee die Verladezeiten und Aufenthaltsdauer der Elefanten beobachten lassen. Dabei wurde auch dokumentiert, dass die intelligenten Dickhäuter etwa bei dem Umzug vom Festplatz in Lübeck zum Heiligengeistfeld in Hamburg am 13. September 2011 um 16.30 Uhr in ihre Anhänger gesperrt wurden und erst am 14. September um 12.30 Uhr wieder heraus kamen. Dabei betrug die Fahrtzeit nicht einmal zwei Stunden.
„Offenbar lässt Europas größter Zirkus seine hochsensiblen Tiere lieber kostengünstig stundenlang im Hänger stehen, anstatt die Logistik zu verbessern“, so der Wildtierexperte Thomas Pietsch von „Vier Pfoten“.
Bei den sieben dokumentierten Ortswechseln standen die Elefanten im Durchschnitt gut 18 Stunden im Transporter. Oft traten drei bereits am Nachmittag verladene Elefanten noch einmal für wenige Minuten in der Abendvorstellung auf und wurden danach sofort wieder in den Transportwagen angekettet. Die durchschnittliche Fahrtzeit der Zirkuslaster betrug kaum drei Stunden.
Erst vor wenigen Tagen hat der Bundesrat die Bundesregierung auf gefordert, das Halten von Wildtieren in Zirkussen zu verbieten. Besonders erwähnt: Elefanten.
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