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Nach Frauen-Verbot: Bramfeld: Ein Schrebergarten für Nafize

Nafize Ö. (44) wünscht sich sehnlichst einen Kleingarten. Nur weil sie eine Frau ist, wurde sie abgelehnt.
Nafize Ö. (44) wünscht sich sehnlichst einen Kleingarten. Nur weil sie eine Frau ist, wurde sie abgelehnt.
Foto: Florian Quandt

„Alleinstehende Frauen schaffen die Arbeit nicht.“ Mit dieser abenteuerlichen Begründung haben Steilshooper Kleingärtner Nafize Ö. einen Kleingarten verweigert. Doch dank der MOPO hat die 44-Jährige jetzt doch noch eine schöne Parzelle bekommen.

271 Quadratmeter groß ist das grüne Reich der türkischen Bauerntochter im Kleingartenverein „Lot uns in Ruh“ an der Fabriciusstraße (Bramfeld). Noch wuchert überall Unkraut auf dem Areal, doch immerhin stehen hier auch ein Kirschbaum, ein Pflaumenbaum und Lavendel. Nafize Ö.: „Vielen Dank liebe MOPO, ich bin so glücklich, ich kann es gar nicht beschreiben.“

Nachdem die MOPO über den Skandal im Kleingartenverein „Fieckendorf“ am Eichenlohweg berichtet hatte, meldete sich Dirk Sielmann vom Hamburger Landesbund der Gartenfreunde und bot Nafize Ö. den Kleingarten an der Fabriciusstraße an. Er liegt nur zehn Gehminuten von der Steilshooper Wohnung der Garten-Freundin entfernt.

Jetzt wartet die Türkin, die seit fast 30 Jahren in Deutschland lebt und vier Kinder groß gezogen hat, auf ihre neue Laube. Die kommt wohl Ende Juli, kostet fast 10.000 Euro. Doch Nafize Ö. kann den Betrag monatlich abstottern. Dann will sie so schnell es geht aus dem Unkraut-Gelände einen blühenden Kleingarten machen.

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