Nachrichten
Aktuelle Nachrichten aus Hamburg

Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 

Nach dem Sex-Skandal um den IWF-Chef: Ein Zimmermädchen packt aus

Personal von „notgeilen“ Gästen genervt.
Personal von „notgeilen“ Gästen genervt.
Foto: dpa

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn – im Gefängnis, weil er über ein Zimmermädchen hergefallen sein soll. Hotelangestellte verfolgen den Absturz des mächtigen Bankers mit heimlicher Freude. „Ich empfinde Genugtuung“, sagt Zimmermädchen Silke M. (35). „Endlich muss mal einer büßen!“ Mit „notgeilen“ Gästen habe sie es laufend zu tun.

Hotelangestellte aus Hamburg packen aus. Nicht mal in Nobelherbergen geht es demnach nobel zu. Silke M.: „Viele Gäste verhalten sich so, als wäre das Personal im Zimmerpreis inbegriffen. Da wird man angefasst, umarmt, mit Blicken regelrecht ausgezogen.“ Das Schlimmste sei, dass man dem nicht mal eine scheuern darf, sondern freundlich bleiben muss.

Hotelpersonal als „Freiwild“

Übergriffe gegen Hotelpersonal haben schon häufig für Schlagzeilen gesorgt. Der Schweizer Skirennfahrer Silvan Zurbriggen wird im Vorfeld des Weltcup-Rennens im kanadischen Lake Louise im November 2010 von einem Hoteldirektor des Hauses verwiesen. Er soll sich einem Zimmermädchen „in entblößtem Zustand genähert“ haben. Im Januar 2011 überschattet ein Sex-Skandal die Handball-WM in Schweden. Ein afrikanischer Schiedsrichter soll sich im Hotel „Elite Park Avenue“ vor einem Zimmermädchen entblößt haben. Der Referee durfte noch ein Gruppenspiel leiten, wurde danach in der Halle verhaftet.

Fragt man Direktoren namhafter Hamburger Hotels, dann sind sexuelle Übergriffe aufs Personal gar kein Thema. „Noch nie vorgekommen.“ Mehrere Häuser verbitten sich gegenüber der MOPO unmissverständlich, in diesem Zusammenhang auch nur erwähnt zu werden. Der gute Ruf!

Deutlicher wird da das Personal. Rezeptionistin Regina S. (33): „Anzügliche Bemerkungen fallen regelmäßig.“ Je reicher, je prominenter die Gäste, desto schlimmer ihr Verhalten. Und leider bleibe es nicht bei Worten: „Männliche Gäste rufen gerne mal im Housekeeping unter dem Vorwand an, irgendwas zu brauchen: ein Extrakissen, eine zusätzliche Bettdecke... Wenn dann das Zimmermädchen kommt, stehen sie nackt an der Tür, lächeln blöd und denken, dass das völlig normal ist.“

Und weiter: „Auf Suiten finden gerne mal Partys statt, für die sich die Herren eine Reihe Prostituierter kommen lassen. Wenn das Zimmermädchen kommt, um sauberzumachen, wird es eingeladen, sich am Gruppensex zu beteiligen.“

Aber Übeltäter sind nicht nur Männer. „Ich erinnere mich an eine Frau, die nach Allergikerbettwäsche fragte und dann nach einem männlichen Mitarbeiter verlangte. Als der ins Zimmer kam, lag die Frau gemeinsam mit ihrer weiblichen Begleiterin nackt im Whirlpool und hat den Kollegen gefragt, ob er sich dazulegen möchte...“

Bei sexuellen Übergriffen versteht Lutz Tillack, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), keinen Spaß. Er rät den Betroffenen: „Kommt so etwas vor, dann wenden Sie sich sofort an den Arbeitgeber!“ Der dürfe in der Sache nicht abwiegeln – auch nicht, wenn es sich um Stammgäste handelt.

Strafbare Handlungen seien mit aller Konsequenz zu verfolgen, sagt Tillack. Im Zweifel sollten die Kollegen sich an die Gewerkschaft wenden. „Wir geben dann Rat, welche Möglichkeiten sie haben.“

Auch interessant
Weitere Meldungen Nachrichten
Hamster Harry wurde samt Käfig in einem Müllcontainer gefunden.

Ausgesetzt, zurückgelassen, im Müll entsorgt: drei Kleintierschicksale, die ans Herz gehen. Die tierischen Findelkinder, 15 Goldfische, ein Angora-Kaninchen und ein Hamster, werden im Tierheim aufgepäppelt.  mehr...

Sozialarbeiter Frank Stolzenburg (44, M.) nimmt die Geschenke von Nils Domscheit (15, l.) und Carl Coste (18) entgegen.

Sie haben Schlimmes erlebt, viele von ihnen sind traumatisiert. Um den Flüchtlings-Kindern, die in Hamburg landen, eine Freude zu machen, haben Schüler aus Blankenese und Harburg Weihnachtsgeschenke gesammelt. 264 Pakete sind zusammengekommen.  mehr...

Der offizielle Gewinner des „PSD Bank Nord Zukunftspreises“: Das Fertighaus „Home Base“.

Gerade mal fünf Lkw-Ladungen und drei Tage Aufbau braucht es – dann kann dieses neue Heim bezogen werden. Das Fertighaus „Home Base“, entworfen von Studenten der HafenCity-Universität (HCU), ist der offizielle Gewinner des „PSD Bank Nord Zukunftspreises“ und begeistert auch Star-Architekt Hadi Teherani.  mehr...

Kommentare
Von 21 Uhr abends bis 8 Uhr morgens können Sie hier keine Kommentare schreiben. Wir bitten um Verständnis.
Aktuelle Verkehrslage in Hamburg
Spritpreismonitor
Hier zum kostenlosen Newsletter anmelden

Aktuelle Videos

Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!

Die besten Hamburg-Tipps

So wird der Kiez-Abend ein Erfolg: MOPO.DE zeigt Ihnen zehn lustige Party-Anwendungen für das Smartphone.

Buli-Cup
Auf Facebook empfohlen

  • 9.786,96 Punkte -24,10 (-0,25%)
  • 16.769,45 Punkte +34,30 (+0,20%)
  • 1.360,34 Punkte -6,20 (-0,45%)
  • 17.621,40 Punkte +411,35 (+2,39%)
  • 1,2224 USD -0,0006 (-0,04%)
in Zusammenarbeit mit Finanzen100.de
Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute: Alle Kinos:
Kino oder Film suchen
Suchen
Kinofilm, Schauspieler oder Regie
Kino, PLZ oder Ort