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MOPO.DE fragt Jugendliche: "Katheterpeter" & "Swag": Quatscht ihr wirklich so schräg?

Sie kennen sich aus mit Lappen, Bohnen und Knechten: Ugur (14, v.l.) aus Lüneburg, Mahsum (14) aus Gifhorn, Berxwedan (12) aus Osterode am Harz und Abdulkerim (14) aus Lüneburg.
Sie kennen sich aus mit Lappen, Bohnen und Knechten: Ugur (14, v.l.) aus Lüneburg, Mahsum (14) aus Gifhorn, Berxwedan (12) aus Osterode am Harz und Abdulkerim (14) aus Lüneburg.
Foto: MOPO

„Katheterpeter“, „Jackpot“ und „Swag“: Bereits zum vierten Mal ruft der Langenscheidt-Verlag derzeit Deutschlands Teenies auf, ihr „Jugendwort des Jahres“ zu wählen (siehe Liste unten). Doch sprechen die Kids wirklich so? MOPO.DE fragte direkt bei den Teenagern nach – und das war eindeutig kein „epic fail“ …

2008 war es das erste Mal so weit: Der Langenscheidt Verlag ließ die Kids das Jugendwort des Jahres wählen: „Gammelfleischparty“ (für „Ü-30-Party“) setzte sich durch. Es folgten „hartzen“ (rumhängen) und „Niveaulimbo“ (das ständige Absinken des Niveaus). Auch in diesem Jahr sammelt der Verlag wieder Tausende Vorschläge und wählte 300 Begriffe für das Buch „HÄ?? – Jugendsprache unplugged 2012“ (erscheint im Oktober) aus.

„Aber so reden wir nicht!“, sagt Mahsum (14) aus Lüneburg. Da stimmen ihm auch seine Kumpels Ugur, Berxwedan und Abdulkerim lautstark zu. Sie lachen, als sie die Voting-Liste sehen. „Das hat sich doch ein Möchtegern-Streber ausgedacht“, glaubt Ugur. „Wir sagen andere Sachen.“

Zum Beispiel? Mahsum: „So was wie ‚Ey, du Lappen‘ oder so.“ Auf die Frage, was genau ein Lappen ist, antwortet er: „Na, ein Lappen ist, wenn da ein Knecht kommt und auf hart macht.“ Seine Kumpels nicken. Sie verstehen, was er sagen will. Auch als ein hübsches Mädchen vorbeigeht, sind sich alle einig: „Ey, die ist echt beste Bohne!“ Die Jungs grölen. Beste Bohne? „Eine geile Sau“, so die Erklärung.

Nächste Nachhilfe-Lektion in Jugendsprache: „Alter“, „Digga“, „Fickfehler“ – das seien Wörter, die man heute nutzt. Auf der Voting-Liste stehen diese Wörter nicht.

„Jackpot“ steht aber drauf. Und das kennen die Jungs. „Das sagt man, wenn man gewinnt“, erklärt Berxwedan (12). Und fügt hinzu: „Die sollten sich schämen für die Liste!“

Das finden auch Julia, Sven, Feona und Tobias aus Varel (Niedersachsen). „Die werden doch einfach erfunden. Ich rede nicht so und kenne auch keinen, der so redet“, sagt Julia. Sie hätten eigene Worte. „‚Gay‘ für alles was blöde ist, ‚raven‘ für feiern gehen und ‚mampfen‘ für essen.“ Auch Sven glaubt, dass die Liste realitätsfern ist: „Anglizismen wie chillen, ja, das übernimmt man. Aber so redet doch niemand …“

Auf www.jugendwort.de kann noch bis zum 31. Oktober abgestimmt werden. Eine Jury ernennt anschließend das Jugendwort des Jahres. Sicher ist allerdings: Für viele Teenager ist das eher ein Bitchmove von Lappen. Verzeihung: eine hinterlistige Aktion von Knechten natürlich.

Hier eine Auswahl der vermeintlichen Jugendwörter:

Swagbeneidenswerte Ausstrahlung
(Epic) Fail(grober) Fehler
guttenbergenabschreiben
KatheterpeterKrankenpfleger
KörperklausGrobmotoriker
Bitchmovehinterhältige Aktion
GesichtsbuchFacebook
fjed(e)nauf jeden Fall
HausfrauenpanzerGeländewagen, SUV
Jackpotgenial
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