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Landungsbrücken: Aktion Überdosis: Homöopathie-Gegner schlucken Fläschchen

Sina Rade (18), Abiturientin sind aus Neumünster. Stephan Scheying (33), Programmierer aus St. Pauli
Sina Rade (18), Abiturientin sind aus Neumünster. Stephan Scheying (33), Programmierer aus St. Pauli
Foto: Patrick Sun

Haben homöopathische Mittel tatsächlich eine Wirkung oder sind sie purer Humbug, der von den Krankenkassen finanziert wird? Für die 40 Demonstranten am Sonnabend an den Hamburger Landungsbrücken stand fest: Das ist alles Quatsch.

Unter dem Motto „Gemeinsame Überdosis wider den Aberglauben: Wir geben uns die Kugel“ nahmen die Homöopathie-Kritiker jeweils ein komplettes Fläschchen sogenannter „Globuli“ zu sich. Die Aktion der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“ (GWUP) will betonen, dass die Kügelchen nur eines bewirken: nichts.


„Die enthalten praktisch keinen Wirkstoff und können dadurch höchstens einen Placebo-Effekt haben“, sagt Julia Offe (38), Sprecherin der Aktion.


Denn eines der homöopathischen Grundprinzipien ist die Verdünnung: Wirkstoffe, wie Arsen zur Heilung von Fieber und Entzündungen, werden so stark verdünnt, dass am Ende rein rechnerisch nicht ein einziges Wirkstoffmolekül in den Kügelchen enthalten ist. „Das ist so als würde man eine Aspirin in den Pazifik schmeißen und nach zwei Tagen einen Schluck nehmen, um die Kopfschmerzen loszuwerden“, sagt Stephan Rade (51), einer der Aktivisten. „Und das alles auf Kosten der Krankenkassenmitglieder, die die Zuckerdinger finanzieren.“


Insgesamt nahmen 54 Städte in 27 Ländern an der internationalen Aktion teil.

(gt)

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