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Lackfabrik in Rahlstedt: Auf Gift-Gelände sollen Wohnungen entstehen

Vorsicht Gift (Symbolbild)
Vorsicht Gift (Symbolbild)
 Foto: dpa

Es ist ein Schandfleck. Anwohner der Einfamilienhaussiedlung zittern vor dem vergifteten Gelände in der Nachbarschaft, fordern seit Jahren den Abriss der ehemaligen Lackfabrik zwischen Altrahlstedter Kamp und Wandseredder in Rahlstedt. Jetzt sollen dort Wohnungen entstehen.


Graffiti-Schmierereien zieren die Wände, die Fenster sind eingeschlagen, Schwermetalle und Lösungsmittel in den Boden eingesickert. Die Umweltbehörde kann nicht ausschließen, dass hier am Wandselauf auch radioaktive Stoffe zu finden sind– der Betrieb auf dem ehemaligen Gelände der Firma Arostal Norddeutsche Lackfabrik ruht seit dem Jahreswechsel 2004/2005. Es folgten Jahre der Ungewissheit, der Furcht vor Giften in Boden und Grundwasser. Jetzt – endlich – kommt Bewegung in das Streitthema.


In einer Senatsantwort auf eine Anfrage des Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter heißt es, dass für das Gelände Wohnbebauung beantragt wurde. „Geplant ist der Neubau von drei Einzelhäusern mit je fünf Wohneinheiten.“ Je Gebäude sollen zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss hochgezogen werden. Dazu kommt eine Tiefgarage. Der Wandse-Wanderweg soll an der Stelle fortgeführt werden, eine neue Brücke entstehen. Das Bezirksamt soll bereits den Bauvorbescheid erstellt haben.


Neubauten statt Giftfabrik – klingt verlockend. Doch bis dahin müssen noch Steine aus dem Weg geräumt werden. Das gesamte Ausmaß der Bodenverunreinigungen steht nicht fest. Für weitere Untersuchungen müssen die Grundeigentümer blechen. Beim Senat geht man allein für die Bodensanierung von 100.000 Euro aus. Noch wurde kein gültiger Vertrag mit den Eigentümern geschlossen.


SPD-Politiker Ole Thorben Buschhüter sagt dennoch: „Ich freue mich, dass die Bodensanierung mit dieser neuen Perspektive endlich greifbar wird.“

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