„Liebe ohne Widerworte“ lautet der Werbespruch von Michael Wendt (44). Sein Business: Lebensgroße Sexpuppen aus Silikon. Die MOPO warf einen Blick in die Werkstatt – und sprach mit einem Kunden, der seine Kunststofffrau sogar geheiratet hat.
„Valerie“ und „Sophie“ sitzen im Verkaufsraum der Firma „Doll Park“ im Sierksdorfer Gewerbegebiet. Sie tragen BH, große Schlüpfer und weiße Söckchen, eher praktisch als sexy. Ihr Teint ist makellos, das Make-up dezent, der Blick starr. Die Damen sind „Mecha-Dolls“. Sie können nur sitzen und liegen, sind nicht ganz so beweglich wie echte Frauen, verfügen aber über ebenso viele Körperöffnungen.
„Valerie“, „Sophie“ und Hunderte ihrer Schwestern kamen in den firmeneigenen Gussformen in der „Doll Park“-Werkstatt zur Welt. Sie haben ein Alu-Skelett mit verstärktem Becken, darüber ist Silikon, sehr vereinfacht ausgedrückt. Zwischen den Beinen tragen sie das, was Puppenhändler Wendt „Flutschwerk“ nennt.
Es ist das einzige frivole Wort, das man von ihm hört. Wendt ist ein nüchterner Kaufmann, der sich eher zufällig 1998 die Internet-Domain „www.gummipuppen.de“ gesichert hat. Das Geschäft ging durch die Decke, bis heute: „Sobald unsere Puppen die Gussform verlassen haben, sind die auch schon verkauft.“ An wen? Wer schafft sich eine 42 Kilo schwere, 1,65 Meter große Kunststoff-Frau an?
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