Die Bänke der 3. Klasse bestanden aus Mahagoni, Frauen mit unverdeckten Hutnadelspitzen waren von der Beförderung ausgeschlossen und die Tickets kosteten 15 Pfennig – U-Bahn-Realität in Hamburg vor 100 Jahren. Am 15. Februar 1912 fuhr der erste Zug auf der Ringlinie zwischen Barmbek und Rathausmarkt. In diesen Tagen feiert die Hochbahn ganz nostalgisch Geburtstag.
Zum Jubiläum am kommenden Mittwoch nimmt das Unternehmen Interessierte mit auf Zeitreise. Dann setzt sich ein Zug des Baujahrs 1911 in Bewegung. Auch am 10. und 25. Mai sowie am 29. Juni können Fahrgäste die instand gehaltenen Wagen mit ihrer Original-Innenausstattung bestaunen. Hochbahn-Mitarbeiter in historischen Uniformen begleiten die Tour.
Was für ein Wandel: Heute geht es nicht mehr um Hutnadelspitzen – Hochbahn-Chef Günter Elste beschäftigt sich mit Brennstoffzellen-Bussen oder der neuen U-Bahn DT5. Nur der Auftrag bleibe immer gleich: „Dass die Stadt in Bewegung bleibt.“ Bis zum Jahr 2030 will Elste die Haltestellen zu Mobilitätsservice-Punkten ausbauen, dort auch Mietfahrräder und Mietfahrzeuge anbieten.
Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!
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