Die Elbphilharmonie-Baustelle ist um eine weitere Absurdität reicher: Die umstrittene Dach-Statik soll laut Baubehörde halten. Hochtief hält das für Quatsch – will jedoch nach drei Monaten Stillstand weiterbauen.
Das Risiko will der Konzern aber nicht tragen. Deshalb könnte auch dieser Streitpunkt bald vor Gericht landen.
Die von den Hochtief-Gutachtern behauptete Überlastung des Dachs sei „nicht nachvollziehbar“, so die Behörde am Dienstag. Es bestünden „keine Hindernisse für eine Fortführung der Baumaßnahmen“, die Konstruktion des Konzertsaal-Dachs sei sicher.
Der Baukonzern, der die Arbeiten wegen Sicherheitsbedenken im November eingestellt hatte, kann „die Entscheidung der Behörde“ dagegen „nicht nachvollziehen“. Die Bedenken seien schlichtweg nicht ausgeräumt.
Damit sieht Hochtief die Dachkonstruktion weiter als gefährlich an – will aber trotzdem „so schnell wie möglich weiterbauen“, sagt Sprecher Bernd Pütter.
Nur: Vorher will der Konzern prüfen, wer das Risiko trägt, sollte es später Probleme geben. Hochtief wolle rechtlich keine Nachteile haben, sagte Pütter. Das bedeutet, dass im Zweifel die Stadt haften müsste.
Möglicherweise wird daher auch dieser Streitpunkt ein Gericht beschäftigen. Immerhin: Das muss nicht automatisch den Stillstand der Arbeiten bedeuten, sondern könnte parallel stattfinden. Denn die ruhende Baustelle kostet laut der zuständigen Kulturbehörde rund 200.000 Euro – am Tag!
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