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Grenzwerte überschritten: Dicke Luft! Anwohner verklagt den Senat

Matthias Pätzold (45) steht mit Gasmaske auf der Max-Brauer-Allee (l.). Er kämpft vor Gericht für saubere Luft.
Matthias Pätzold (45) steht mit Gasmaske auf der Max-Brauer-Allee (l.). Er kämpft vor Gericht für saubere Luft.
 Foto: MOPO

Dicke Luft in Hamburg. Die Umweltschützer vom BUND und ein Anwohner der Max-Brauer-Allee (Altona-Altstadt) verklagen den Senat. Vorwurf: Die Stadt macht zu wenig gegen Luftverpestung durch das Reizgas Stickstoffdioxid (NO2).

Matthias Pätzold (45) steht auf der Max-Brauer-Allee. Laster, Autos und Busse jagen an ihm vorbei. Seit zehn Jahren wohnt er auf Höhe der Luftmessstation, täglich fährt er von hier mit dem Fahrrad zur Arbeit. Pätzold kennt und fürchtet die gemessenen Stickoxid-Werte – sie liegen weit über den 2010 von der EU festgelegten Grenzen.

Und das ist gefährlich. Das Reizgas, das zu 80 Prozent im Straßenverkehr entsteht, kann vor allem bei Kindern und Älteren zu Atemwegserkrankungen, Asthma und Herz-Kreislauf-Problemen führen. Naturgemäß ist die Belastung an Hauptverkehrsstraßen besonders hoch. „Ich fühle mich als Vertreter von allen 220000 Menschen, die in Hamburg von dem Problem betroffen sind. Ich erwarte, dass der Senat alles tut, um die Schadstoffwerte zu senken“, sagt Pätzold.

Für BUND-Chef Manfred Braasch steht fest: Der Luftreinhalteplan des Senats reicht nicht aus. Mehrfach habe man auf die Einhaltung der Grenzwerte auch an der Stresemannstraße (Altona-Nord) oder der Habichtstraße (Barmbek-Nord) hingewiesen – erfolglos. „Das ist unverantwortlich und widerspricht geltendem europäischen Recht“, sagt er.

Mit der Klage beim Verwaltungsgericht soll der Druck erhöht werden. Anwalt Rüdiger Nebelsieck rechnet zu mehr als „90 Prozent“ mit Erfolg. In anderen Städten hätten Gerichte Klägern in fast identischen Verfahren auch recht gegeben.

„Wir brauchen einen Instrumenten-Mix, um die Situation zu verbessern“, sagte Braasch. Sein Vorschlag: Höhere Parkgebühren, City-Maut im Bereich des Rings 2, und eine Umweltzone. Die beiden letzten Punkte lehnt Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) jedoch strikt ab. Gibt das Gericht den Klägern recht, kann es dem Senat vorschreiben, einen neuen Plan zu erstellen. Die Umsetzung aber liegt bei der Stadt. Es droht weiter dicke Luft.

Lesen sie hier, was die Stadt zu der Klage sagt.

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