Nachrichten
Aktuelle Nachrichten aus Hamburg

Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 17.1.2013

Er brachte Live-Sex auf Bühne: Kiez-Legende René Durand (85) ist tot

Von Simone Pauls
Rotlicht-Größe René Durand (85) ist am Donnerstag gestorben.
Rotlicht-Größe René Durand (85) ist am Donnerstag gestorben.
Foto: Günter Zint

Der Kiez trägt Trauer – René Durand ist tot. Der Gründer des Sex-Theaters „Salambo“ an der Großen Freiheit ist gestern Morgen im Alter von 85 Jahren gestorben. Schon lange war er sehr krank gewesen.


Es war ein pralles, buntes Leben. René Durand, ein ehemaliger KZ-Häftling, war eine der schillerndsten Figuren auf St. Pauli. 1965 brachte er den Sex auf die Bühne. In der Großen Freiheit 11 eröffnete er das „Erotic Theater Salambo“. Die Männer und Frauen trugen verrückte Kostüme und trieben es vor den Augen der Besucher.


„Papa Dudu“, wie ihn seine Freunde nannten, dachte sich alle Shows selber aus. Mal trugen die Darsteller Rokoko-Kostüme, mal kopulierten sie in Weltraum-Montur, begleitet von lauter Musik. 4460 Kondome vervögelten seine Mitarbeiter jedes Jahr.


„Sex-Papst von Hamburg“, so nannten die Zeitungen den Mann mit dem Schnauzbart damals. Neben dem „Salambo“ hatte er sechs weitere Läden auf dem Kiez – und viel Ärger mit den Sittenwächtern. 1996 war Schluss mit dem bumsfidelen Treiben. Das „Salambo“ musste nach Razzien durch Steuerfahndung und Polizei dichtmachen – Verdacht auf Förderung der Prostitution.


Zuletzt lebte Durand in Marokko und in Behrste-Estorf bei Stade, wo sein alter Freund, der Kiez-Fotograf Günter Zint, sich um ihn kümmerte. Im Oktober 2012 brachten Notärzte ihn ins UKE, danach zog er zur Tochter. Er litt an diversen Krankheiten, hatte mehrere Herzinfarkte hinter sich. Um seine Betreuung hatte es zuletzt Streit zwischen Günter Zint und Durands Tochter Yvonne gegeben (MOPO berichtete).


Nun ist der große alte Mann von St. Pauli im Krankenhaus gestorben. Sein Freund Günter Zint sagt: „Er war der große Maître de Plaisir auf dem Kiez. Ich bin sehr traurig.“

Auch interessant
Weitere Meldungen Nachrichten
Heyko Wychodil (51), Vorstand der Rösterei „Becking Kaffee“ in Bahrenfeld, fordert: „Die Politik muss endlich eingreifen!“
|  16

Legale Tricksereien: Der Kaffee-Riese Starbucks scheffelt Millionen am Fiskus vorbei. Die Konkurrenz hingegen ist empört und fordert, dass die Politik endlich eingreifen soll.  mehr...

Am 4. Februar 2013 auf frischer Tat ertappt: Brandstifter  Makram H. (35)

Am Mittwoch stand Brandstifter Makram H. vor Gericht. Mysteriös: Zum Motiv der Tat schwiegen sowohl der Jurist als auch der Hartz-IV-Empfänger.   mehr...

Michael-Thomas Mühlbach  spachtelt  Graffiti von der Scheibe der U-Bahn.
|  4

Für die Sprayer sind sie Kunst – für die Unternehmen im HVV ein illegales Ärgernis: Graffiti. Die MOPO blickte hinter die Kulissen eines täglichen Kampfes.   mehr...







Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!

Die besten Hamburg-Tipps

So wird der Kiez-Abend ein Erfolg: MOPO.DE zeigt Ihnen zehn lustige Party-Anwendungen für das Smartphone.

Buli-Cup
Auf Facebook empfohlen
  • 8.351,98 Pkt. -178,91 (-2,10%)
  • 13.984,52 Pkt. -274,31 (-1,92%)
  • 960,99 Pkt. -14,81 (-1,52%)
  • 14.483,98 Pkt. -1.143,28 (-7,32%)
  • 1,2934 USD +0,0092 (+0,72%)
in Zusammenarbeit mit Finanzen100.de
Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute: Alle Kinos:
Kino oder Film suchen
Suchen
Kinofilm, Schauspieler oder Regie
Kino, PLZ oder Ort
Buli-Cup