Der ungeklärte Einsturz des denkmalgeschützten Altbaus in der Bernhard-Nocht-Straße (St. Pauli) wirft neue Fragen auf: Warum ließ der Investor das Gebäude eigenmächtig abreißen?
Freitagmorgen kracht aus ungeklärten Umständen während Bauarbeiten in der Bernhard-Nocht-Straße 85 die Seitenwand zusammen (MOPO berichtete). Noch am gleichen Tag lässt der Investor das Gebäude abreißen. „Skandalös“, nennt SPD-Politiker Hendrik Frese das eigenmächtige Vorgehen.
Zwar hatten die Behörden nach dem Einsturz der Hauswand einem Abbruch der überhängenden Gebäudeteile zugestimmt. Doch daran hielt sich der Investor nicht und ließ weit mehr abreißen. Um 17.50 Uhr stoppte die Baubehörde das Vorgehen.
Gegenüber der MOPO rechtfertigt sich Investor Köhler: „Die Gefahr, dass alles zusammenstürzt, war zu groß. Keiner der Statiker vor Ort wollte die Verantwortung übernehmen.“ Bei der Baubehörde sei Freitagnachmittag niemand zu erreichen gewesen. Jetzt ermittelt das Amt. Die Denkmalbehörde prüft rechtliche Konsequenzen und behauptet: Erst wegen der über die Genehmigung hinausgehenden Abbrucharbeiten sei der Abriss notwendig gewesen
Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!
So wird der Kiez-Abend ein Erfolg: MOPO.DE zeigt Ihnen zehn lustige Party-Anwendungen für das Smartphone.