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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 21.2.2012

Einsturz-Haus in St. Pauli: Jetzt wird es eng für den Investor

Der Altbau in der Bernhard-Nocht-Straße. Inzwischen musste das Gebäude komplett abgerissen werden.
Der Altbau in der Bernhard-Nocht-Straße. Inzwischen musste das Gebäude komplett abgerissen werden.
Foto: Daniel Bockwoldt

Der ungeklärte Einsturz des denkmalgeschützten Altbaus in der Bernhard-Nocht-Straße (St. Pauli) wirft neue Fragen auf: Warum ließ der Investor das Gebäude eigenmächtig abreißen?

Freitagmorgen kracht aus ungeklärten Umständen während Bauarbeiten in der Bernhard-Nocht-Straße 85 die Seitenwand zusammen (MOPO berichtete). Noch am gleichen Tag lässt der Investor das Gebäude abreißen. „Skandalös“, nennt SPD-Politiker Hendrik Frese das eigenmächtige Vorgehen.

Zwar hatten die Behörden nach dem Einsturz der Hauswand einem Abbruch der überhängenden Gebäudeteile zugestimmt. Doch daran hielt sich der Investor nicht und ließ weit mehr abreißen. Um 17.50 Uhr stoppte die Baubehörde das Vorgehen.

Gegenüber der MOPO rechtfertigt sich Investor Köhler: „Die Gefahr, dass alles zusammenstürzt, war zu groß. Keiner der Statiker vor Ort wollte die Verantwortung übernehmen.“ Bei der Baubehörde sei Freitagnachmittag niemand zu erreichen gewesen. Jetzt ermittelt das Amt. Die Denkmalbehörde prüft rechtliche Konsequenzen und behauptet: Erst wegen der über die Genehmigung hinausgehenden Abbrucharbeiten sei der Abriss notwendig gewesen

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