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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 27.1.2013

Die große Diskussion: Geht die Schanze vor die Hunde?

Partymeile Schulterblatt: Jedes Wochenende wird hier gefeiert, gesoffen und gegrölt.
Partymeile Schulterblatt: Jedes Wochenende wird hier gefeiert, gesoffen und gegrölt.
Foto: rüga

Die Schanze im Umbruch: Das Quartier verändert sein Gesicht, Mieten steigen, an Wochenenden fällt die Partymeute ein und seit einigen Monaten mache sich die Drogen-Szene immer breiter, klagen Schanzianer. Die MOPO hörte sich bei Besuchern, Bewohnern, Promis und Geschäftsleuten um: Geht die Schanze vor die Hunde?

Viele Kneipenbetreiber mögen sich nicht öffentlich zum Wandel äußern, immerhin machen sie ihr Geschäft mit den Massen, die an jedem Wochenende einfallen. Hinter vergehaltener Hand aber reden sie Klartext, erzählen von Dienstagabenden, an denen „tote Hose“ herrscht, weil die Stammgäste, die jahrelang für guten Umsatz auch in der Woche sorgten, inzwischen weggezogen sind. Von Dealern berichten sie, die Gästen und sogar den Gastronomen auf offener Straße Marihuana andrehen wollen.

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Auch Barbara Stenzel (62), Chefin der Traditionsbäckerei Stenzel am Schulterblatt, alarmieren die Geschäfte, die rund um die Uhr auf dem Gehweg abgewickelt werden. „Wenn das mit den Drogen so weitergeht, bleiben die Touristen weg und dann hat dieses Viertel ein echtes Problem“, sagt die resolute Ur-Schanzianerin.

Es gibt aber auch Anwohner, die die Schanze verteidigen: „Die Dealer stören uns nicht. Die sind doch das Ergebnis einer verfehlten Migrationspolitik.“, sagt etwa Sascha Pölling (35), der drei kleine Kinder in der Schanze großzieht. (ste/et)

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