Bernhard-Nocht-Straße

St. Pauli: Streit um Haus-Abriss

Am Sonnabend kam der Abriss-Bagger und machte den Altbau in der Bernhard-Nocht-Straße dem Erdboden gleich.
Am Sonnabend kam der Abriss-Bagger und machte den Altbau in der Bernhard-Nocht-Straße dem Erdboden gleich.
Foto: Marius Röer

Ein Unfall oder Absicht? Weil auf dem Nachbargrundstück gebaut wurde, riss bei einen Altbau am Freitag die Fassade ein und krachte zu Boden. Wegen der Einsturzgefahr wurde das Haus nun plattgemacht – was die Anwohner auf die Palme bringt.

Schließlich war der Erhalt des Gebäudes Teil eines nach monatelangen Verhandlungen getroffenen Kompromisses zwischen Investoren und Stadtteil-Initiativen. Doch Statiker und die Denkmalpflege waren sich einig: Das Gründerzeithaus ist eine Gefahr, könnte einstürzen. Das war das Todesurteil für das denkmalgeschützte Haus an der Bernhard-Nocht-Straße (St. Pauli).

Gestern rückte das Abrissunternehmen an. Trug mit einem Kran Betonmassen und Dielen aus dem rosafarbenen Altbau ab, schlug die verzierten Außenwände ein. Um 14 Uhr lag das Gründerzeithaus schließlich in Schutt und Asche.

Am Abend zuvor war die Fassade des Hauses plötzlich eingerissen und abgestürzt. Die mögliche Ursache: Erschütterungen aufgrund von Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück.
Laut dem Investor „Köhler & von Bargen“ ein Unfall. „Wir sind geschockt“, sagt Helmut Köhler. Der Investor baut auf dem Nebengrundstück. Ihm gehört aber auch der Altbau. Das Gebäude sollte saniert werden.

Mitglieder der Stadtteil-Initiativen glauben Köhler nicht. Sie vermuten, dass der Absturz der Fassade möglicherweise fahrlässig in Kauf genommen wurde. Fakt ist: Obwohl auf dem Nachbargrundstück gearbeitet wurde, war der Altbau nicht abgestützt worden.

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Abriss in der Bernhard-Nocht-Straße

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Eingestürzte Fassade

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Datum:  17.2.2012
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