Abschied von Chantal. Aber der Bezirk, der sich im Zusammenhang mit dem Mädchen allerlei Verfehlungen zuschreiben lassen muss, schickte nicht einmal einen Kranz.
„Dass kein Vertreter des Bezirksamtes kommen wird, war abgesprochen“, sagt Lars Schmidt-von Koss, der Sprecher von Bezirksamts-Chef Markus Schreiber (SPD). „Es war ausdrücklicher Wunsch, dass die Trauerfeier in engstem Familienkreis stattfindet.“
Aber wäre nicht ein Kranz angebracht gewesen, als versöhnliche Geste? Da kommt der Sprecher ins Straucheln. „Tja, ich weiß nicht. Dazu kann ich nichts sagen.“ Er werde sich erkundigen, meldete sich dann aber nicht mehr.
Kränze gab es außer von Familie und Freunden lediglich vom Deichhaus-Team, das die Wilhelmsburger Tafel betreibt, und vom Bestattungsinstitut GBI. Vor dem Haus an der Fährstraße, in dem Chantal starb, legten Bürger zeitgleich Blumen, Briefe und Stofftiere nieder.
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