„Die Geschichte unserer Zivilisation“ heißt die Schau, die am 26. April eröffnet wird und in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung entstanden ist. Das Ziel: Geschichte erlebbar machen.
„In der Schule wird Geschichte über Kreidezahlen an der Tafel vermittelt“, so Sebastian Drechsler vom Miniaturwunderland. „Wir wollen die Inhalte spielerisch vermitteln.“
Und so wurde die Idee für diese Siedlung am Fluss geboren, die sich über 7000 Jahre entwickelt. Acht verschiedene Mini-Modelle zeigen, wie die Siedlung immer moderner wird. Am Anfang ist da nur Urwald und ein Palisadenzaun, hinter dem zwei primitive Häuser stehen – die Steinzeit.
Der nächste Schritt führt ins frühe Mittelalter und zu den hier abgebildeten Szenen. Aus dem Steinzeitdorf ist eine kleine Stadt geworden – mit Marktplatz, Kirche, Rathaus und Hafenanlagen.
Die gesellschaftliche Schere geht auseinander: Es gibt reiche Patrizier, arme Bauern und einen Burgherrn, der alles beherrscht. Am Fluss wird ein Mann zu Tode gefoltert, am Rathaus steht eine Frau am Pranger.
Wieder 300 Jahre später ist aus der Kirche ein Prachtbau geworden, die Pest grassiert und Martin Luther ist am Wirken.
Und so geht es weiter über die Barockzeit (1600-1750), die Zeit der Revolutionen (1789-1848), das 19. Jahrhundert mit zunehmender Industrialisierung, die Schornsteine wachsen lässt, bis hin zur Weimarer Republik. Im letzten Modell haben die Nazis die Stadt erobert. Eine Synagoge brennt, Juden werden deportiert, überall sind Soldaten.
Es ist die aufwendigste Ausstellung, die das Museum je produziert hat. 7000 Arbeitsstunden stecken hinter den Szenen. Jedes Haus, jeder Mensch, jeder Baum ist von Hand gefertigt. Am 29. April zeigt Pro7 eine Reportage über die Arbeiten an dieser ganz besonderen Schau. Beginn: 19.05 Uhr.
Frühe Hafenanlagen: Die Menschen beginnen, Handel zu treiben. Am Anleger werden die Waren angeliefert.
Foto: hfrDie Entwicklung der Zivilisation über alle Epochen finden Sie in der folgenden Fotogalerie:
5500-2200 v. C.
Zu dieser Zeit sind die Menschen bereits sesshaft geworden und haben zu ihrem Schutz Siedlungen gegründet.
Foto: hfr
Nackte Tatsachen hält dieser Aktmaler auf einer Wiese im Knuffingen-Teil künstlerisch fest.
Foto: Florian Quandt
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